Telekom-Spitzelaffäre kommt vor Gericht

15. Februar 2016 - 2:00 Uhr

Die Spitzel-Affäre der Deutschen Telekom wird vor Gericht aufgerollt. Vier mutmaßliche Hauptakteure des vor zwei Jahren aufgeflogenen Skandals müssen sich ab Freitag vor dem Bonner Landgericht verantworten. Nicht auf die Anklagebank müssen hingegen der einstige Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke und Ex-Aufsichtsratchef Klaus Zumwinkel. Die Staatsanwaltschaft hatte ihre Ermittlungen gegen die beiden im Juni eingestellt.

Die Ermittler werfen den vier Angeklagten vor allem Verletzung des Fernmeldegeheimnisses und Verstoß gegen das Datenschutzgesetz vor. Dafür drohen ihnen bis zu fünf Jahre Haft. Dem Angeklagten Klaus T., einst leitender Mitarbeiter der Telekom-Konzernsicherheit, wird zusätzlich noch Untreue und Betrug vorgeworfen, dem Chef einer Berliner EDV-Firma wird zusätzlich Erpressung zur Last gelegt. Bei den beiden anderen Angeklagten handelt es sich um ehemalige Telekom-Angestellte. Richter Klaus Reinhoff hat für den Prozess zwölf Verhandlungstage angesetzt.