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Teenies haben später ihr Erstes Mal

Teenies haben später ihr Erstes Mal
© picture-alliance/ ZB, Jörg Lange

Die alten Werte haben wieder Konjunktur

Mädchen und Jungen haben heute später und weniger Sex als vor fünf Jahren - eine repräsentative Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung widerlegt das Klischee von der 'Generation Porno'. Deutschlands Teenager sind in den vergangenen Jahren viel braver geworden, als gedacht. Sie warten wieder länger mit dem 'ersten Mal' und träumen von einer festen Partnerschaft.

Ihre visuelle Welt ist freizügig - selbst Musik-Videos grenzen oft schon an Pornografie. Doch bei sich selbst kehren die Teenager den Trend um. Romantik ja - doch mit dem ersten Sex können sie warten. "Erst mal Schulabschluss und Ausbildung machen, weil früher bringt es nichts", findet ein Mädchen.

Sex als Rebellion taugt also nicht mehr

Bei der letzten Befragung vor 5 Jahren hatten 12 Prozent der 14-jährigen Mädchen ihr "erstes Mal" schon hinter sich. Jetzt waren es nur noch 7 Prozent. Bei den gleichaltrigen Jungs sank die Zahl noch deutlicher von 10 auf 4 Prozent. "Mit 16 weiß man schon mehr bescheid, als mit 13, 14", sagte eine andere Jugendliche. Die Teenies lassen sich also wieder viel mehr Zeit mit ihren ersten sexuellen Erfahrungen. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sagte zu RTL: "Jugendliche sind heute sehr viel besser aufgeklärt als früher und gehen sehr viel bewusster mit ihrer Sexualität um. Es ist ihnen offenbar auch wichtig, dass Sexualität eingebettet ist in Beziehung, in Liebe und auch Partnerschaft."

Auch Verhütung ist für Jugendliche selbstverständlicher geworden - der Umgang mit Kondomen längst unverkrampft. Die Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren gehen demnach heute überwiegend verantwortungsvoll und offen mit dem Thema um. Die neuen Zahlen zeigen außerdem, dass Jungen beim ersten Mal mittlerweile ebenso gut verhüten wie Mädchen.

Beliebtestes Verhütungsmittel ist das Kondom: Drei Viertel der deutschen Jungen und Mädchen wenden es beim ersten Geschlechtsverkehr an. Unter den Jugendlichen mit Migrationshintergrund gilt dies für 75 Prozent der Mädchen und 59 Prozent der Jungen. "Man ist kontinuierlich im Gespräch - da gibt es nicht mehr solche Hemmschwellen, über dieses Thema zu reden und die Eltern gehen in der Regel altersgerecht auf die Fragen ein, die die Jugendlichen und Kinder haben", so Pott weiter.

Sex als Rebellion, so wie er von manch einem Teen-Star in lasziven Musikvideos gezeigt wird, taugt also nicht mehr.

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