Technik-Trend des Jahres: Video-Live-Sharing für unterwegs

05. April 2015 - 13:49 Uhr

Nie war es so einfach, das Jetzt in die Welt zu tragen

Am Wochenende krank auf dem Sofa anstatt mit Freunden in der neuen Cocktailbar? Video-Live-Sharing, der neue Technik-Trend des Jahres, bringt Ihnen in so einem Fall die Cocktailbar auf die Couch. Denn damit kann man jedem zeigen, was man gerade macht. Die Zuschauenden kommentieren noch während man filmt. Dennoch bringt dieser Trend des Smartphone-Zeitalters auch Probleme mit sich.

i-pad zeigt Live-Sharing App
Von der Straße ins Wohnzimmer: Live-Sharing Apps zeigen was unterwegs macht.

Noch nie war es so einfach, das Jetzt in die Welt zu tragen und es von anderen kommentieren zu lassen. Gefilmt werden häufig banale Alltagsdinge wie das Zubereiten des morgendlichen Kaffees - aber auch als in Manhattan ein Haus explodierte, liefen im Netz gleich mehrere sogenannte Live-Sharing-Streams und machten aus ganz normalen Passanten Reporter. Zwei Apps fördern seit kurzer Zeit diesen Trend. Als erste sogenannte Live-Sharing-App informiert 'Meerkat' automatisch auch bei Twitter die Welt über den eigenen Live-Stream.

Auch Twitter entwickelte eigene App

Twitter selbst legte nach und veröffentlichte mit 'Periscope' einen eigenen 100 Millionen-Dollar-Video-Dienst, bei dem jeder Smartphone-Nutzer innerhalb von Sekunden Reporter, aber auch Akteur werden kann. Kostenlos, ortsunabhängig und jederzeit.

Ein Trend, der auch Probleme mit sich bringt, denn ähnlich wie beim Selbstdarstellungsportal 'Younow' filmen sich häufig Jugendliche ohne Aufsicht von Erwachsenen. Zudem kommt es oft zu Problemen mit Rechten an Bildern wie zum Beispiel bei großen Sportevents oder auch Musiktitel, die im Hintergrund zu hören sind. Außerdem spielt das Persönlichkeitsrecht häufig eine Rolle, denn nicht jeder will einfach ungefragt gefilmt werden. Schließlich ist das Filmen von unwissenden Personen verboten.