Tausende Hanauer müssen nach Bombenfund Wohnung verlassen

Eine entschärfte Weltkriegsbombe liegt in einer Baustelle. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Symbolbild
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14. September 2020 - 21:00 Uhr

Nach dem erneuten Fund einer Weltkriegsbombe auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne in Hanau haben am Montag rund 6800 Anwohner ihre Wohnungen verlassen müssen. Die 250-Kilogramm-Bombe wurde am Abend gesprengt; fünfeinhalb Stunden nach dem Fund. Ein lauter Knall war weit über das Stadtgebiet zu hören. Auf dem Areal der Pioneer Kaserne war erst Ende Juli eine solche Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden.

Nach Angaben von Stadt und Feuerwehr war am Montag ein Sicherheitsbereich von einem Kilometer um die Fundstelle festgelegt wordem. Es gab erhebliche Einschränkungen im Straßen- und Bahnverkehr. Mehrere Straßen wurden gesperrt, unter anderem die Bundesstraße 43a zwischen dem Hanauer Kreuz und der Anschlussstelle Hauptbahnhof. Auch der Zugverkehr zwischen Frankfurt und Fulda war unterbrochen. Nach Angaben der Deutschen Bahn wurde der Fernverkehr umgeleitet. Es kam zu Verspätungen und Teilausfällen.

Bei dem Bombenfund im Juli hatten rund 1000 Menschen ihre Häuser verlassen müssen, unter ihnen Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft sowie die ersten Bewohner eines neuen Wohnquartiers auf dem Gelände der früheren US-Militäreinrichtung.

Quelle: DPA