Tausende fühlen mit toter Poppy-Mai (1) - Ihr "sind nun Engelsflügel gewachsen"

16. Mai 2016 - 12:13 Uhr

"Es hat uns das Herz gebrochen, unsere kleine Baby-Prinzessin so zu sehen"

Als Andy Barnard schrieb, "unserer wunderschönen Prinzessin sind nun Engelsflügel gewachsen", lagen bereits drei schwere Monate des Bangens und Leidens hinter dem 31-Jährigen und seiner Familie. Denn die Geschichte seiner mit einem Jahr verstorbenen Tochter Poppy-Mai aus dem britischen Blackburn ist tieftraurig und bewegt Zehntausende Menschen auf der ganzen Welt.

Alles begann, als Sammi und Andy ihre Tochter am 14. Februar mit zahlreichen Beschwerden zum Arzt brachten: Sie wollte nichts mehr essen, hatte Verstopfung und schien völlig aus dem Gleichgewicht zu sein. Doch zunächst dachte man noch, dass es Beschwerden des Zahnens waren. Doch Poppy-Mais Leiden wurden immer schlimmer - bis ihre Mutter einen Knoten unter ihrem Rippenbogen fand. Ärzte diagnostizierten später einen Rhabdoiden Tumor - eine extrem seltene, aber auch sehr schnell wuchernde Art von Krebs.

Ihre Eltern hofften weiter, ihre kleine Prinzessin retten zu können. Die Ärzte begannen mit einer Chemotherapie. Doch am 16. März fanden Ärzte einen weiteren, diesmal inoperablen, Tumor hinter ihrem Auge. Die Eltern stoppten die Chemotherapie, die ihren Tod nur noch hätte herauszögern, aber nicht hätte verhindern können. Die Prognose damals: Poppy-Mai hätte noch zwei Tage leben sollen.

Doch zur Überraschung aller blühte das kleine Mädchen zu Hause noch einmal auf und konnte ein wenig gemeinsame Zeit mit ihren Eltern und den beiden größeren Brüdern verbringen. Bis ihr Zustand schließlich immer schlechter wurde. "Es hat uns das Herz gebrochen, unsere kleine Baby-Prinzessin so zu sehen", schrieb Papa Andy auf einer Spendenseite, wo er stets von Poppy-Mais Schicksal berichtete. Über diese Seite will er Geld sammeln - Geld, mit dem die Familie einen Ort schaffen will, an dem andere kranke Kinder und deren Eltern Zuflucht finden können. Am 3. Mai dann schreibt Andy: "Sie war in meinen Armen und ihre Mutter hat ihren Kopf gestreichelt. Ich vermisse sie bereits. Unsere Prinzessin hat jetzt ihren Frieden gefunden."

Die Anteilnahme, die die Familie in den drei Monaten erfahren durfte, ist gigantisch. Fast 40.000 Menschen treten der Facebook-Gruppe 'The Journal of Poppy-Mai' bei, wünschen der Familie Kraft und fühlen mit ihnen. Mehr als 62.000 Euro kommen auf der Spendenseite zusammen. Immer wieder bedanken sich Sammi und Andy für die Unterstützung. Jetzt nach Poppy-Mais Tod sei die Realisierung der Einrichtung für todkranke Kinder umso wichtiger, lässt Andy die Menschen wissen - zu Poppy-Mais Ehren.

Welche emotionale Überraschung Poppy-Mais Vater ihr noch kurz vor ihrem Tod machte, sehen Sie im Video.