Tarifverhandlungen zwischen Bahn und GDL gescheitert

Bahn: Lokführergewerkschaft lässt Tarifrunde platzen
Die Lokführer bei der Bahn könnten bald schon wieder streiken.
dpa, Bodo Marks

Bald wieder Streiks bei der Bahn?

Die Tarifverhandlungen zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und der Bahn sind gescheitert. Die GDL habe die Verhandlungen überraschend platzen lassen, teilte die Bahn mit.

Zuvor habe die Bahn die Forderungen der Gewerkschaft zu einem Flächentarifvertrag umfassend erfüllt. "Wir standen kurz vor dem Durchbruch und einer Einigung über eine Grundstruktur zum Flächentarifvertrag und die GDL verweigert sich grundlos", erklärte Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber. Die GDL äußerte sich zunächst nicht. GDL-Chef Claus Weselsky hatte vor der Verhandlungsrunde gesagt: "Wir werden am heutigen Tage schlussendlich zu der Entscheidung kommen: weiter verhandeln oder nicht weiter verhandeln."

Beide Seiten befinden sich seit dem Sommer in einem außergewöhnlich komplizierten Tarifkonflikt für etwa 160.000 Beschäftigte. Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Wochenarbeitszeit.