Jetzt will er eine Schule bauen

Tansania: Bergmann und 30-facher Vater findet noch einen millionenteuren Edelstein

08. August 2020 - 10:33 Uhr

Im Juni wurde Saniniu Laizer über Nacht zum Millionär

Wie kann ein einziger Mann so viel Glück haben? Saniniu Laizer aus Tansania ist 52 Jahre alt, ist nie richtig zur Schule gegangen und arbeitet, um seine vier Frauen und über 30 Kinder zu ernähren, als Farmer und als Bergmann. Im Juni wurde er dann schlagartig über Nacht zum Millionär. Bei seiner Arbeit in seiner eigenen kleinen Mine war er auf zwei riesige Edelstein-Brocken gestoßen, die zusammen rund drei Millionen Euro wert sind. Jetzt hat er den nächsten dicken Brocken gefunden, mit dem er schon wieder eine Millionensumme verdient.

Im Video zeigen wir, wie Laizer nach dem ersten Fund im Juni reagierte. 

Glückspilz will weiter Kühe hüten

Laizer hatte eine Lizenz der Regierung erworben, um mit seinem kleinen Bergbauunternehmen Tansanit in der Mine abzubauen. Es ist einer der seltensten Edelsteine der Welt, weil er nur im Norden Tansanias vorkommt. Dass er dabei im Juni auf zwei riesige 9,2 und 5,8 Kilo schwere Edelsteine stieß, war bereits wie ein Sechser im Lotto. Jetzt fand er noch einen weiteren 6,3 Kilo schweren Brocken, den er weiterverkaufen konnte.

Nach Jahrelanger harter Arbeit schwimmt der Bergmann plötzlich im Geld, doch das scheint ihm nicht zu Kopfe zu steigen. Viele würden wahrscheinlich ihren Job erst mal an den Nagel hängen, wenn sie plötzlich 4,6 Millionen Euro auf dem Konto hätten – aber nicht Laizer. Dem Sender BBC sagte er, dass er ganz normal weiterarbeiten und sich im seine 2.000 Kühe kümmern wolle.

Tansnit
Tansanit ist einer der seltensten Edelsteine der Welt und kommt in verschiedenen Farben vor.
© DPA

Vermögen soll jetzt in eine Schule und eine Krankenstation fließen

Mit dem Geld will der 52-jährige Familienvater jetzt erst mal eine dicke Party schmeißen und dafür auch eine seiner Kühe schlachten. Außerdem findet er, dass in seiner Nachbarschaft im Bezirk Simanjiro noch eine Schule und eine Krankenstation fehlt. Die will er jetzt von dem Edelsteinreichtum bauen lassen.

Die Schule soll ganz in der Nähe seines Hauses entstehen. Kein Wunder – denn allein mit seinen Kindern ließe sich problemlos eine ganze Klasse füllen. Aber auch den Kindern seiner Nachbarn will Laizer Bildung ermöglichen. "Es gibt viele arme Leute hier in der Gegens, die es sich nicht leisten können, ihre Kinder zur Schule zu schicken," sagte er der BBC. Auch er sei nicht gebildet, aber er hält es für gut, wenn die Dinge professionell ablaufen. "Darum möchte ich, dass meine Kinder mein Geschäft eines Tages professionell führen können."