Take Me Out: Ralf Schmitz im Interview

Take Me Out 2016: Moderator Ralf Schmitz freut sich auf die neuen Singles
Moderator Ralf Schmitz spielt wieder den Liebesboten

Schmitz: "Ich bin oft eher zügig unterwegs"

Ab dem 06. Februar 2016 nimmt Moderator Ralf Schmitz mit jeweils 30 attraktiven Single-Damen wieder potenzielle Traumprinzen unter die Lupe. Ein Mann stellt sich 30 hübschen Ladys, die er über mehrere Runden von seinem Typ überzeugen muss. Hier gibt es ein exklusives Interview mit dem "Take Me Out"-Moderator Ralf Schmitz.

Herr Schmitz, endlich geht "Take Me Out" wieder in eine neue Staffel. Warum ist es eine ganz besondere Dating-Show?

Ralf Schmitz: "Ganz klar: Weil die Menschen echt sind. Ihre Wünsche, ihre Meinungen, ihre Charaktere, ihr Leben, all das ist pur, ehrlich, spontan und herzerfrischend. Ich finde eine Show wie 'Take Me Out' gerade spannend, weil man hier eben nicht vorher weiß, was passieren wird. Der Zuschauer und auch ich als Moderator werden permanent überrascht. Zum Beispiel davon, dass der smarte durchtrainierte Frauenschwarm noch bei seiner Mama wohnt, dass die bis dahin eher schüchterne junge Frau in der nächsten Sekunde nach der Lieblingsunterwäsche des Kandidaten fragt, dass einer der Herren aus dem Stehgreif Shakespeare zitiert, eine Kandidatin die Spielregeln bis zuletzt nicht versteht und mehrmals dramatisch ihren potenziellen Traummann verpasst oder für wen sich die Finalisten letztendlich entscheiden. Die ganze Sendung ist voll von Überraschungen, herzergreifenden Happy Ends, kleinen Tragödien und natürlich Menschen aus allen Lebensbereichen. Sie zeigt also das Leben. Es macht unglaublichen Spaß. Und man lernt sogar noch etwas über sich selbst..."

Pro Sendung nehmen 30 attraktive Single-Damen einen potenziellen Prinzen unter die Lupe. Woran liegt es nur, dass oft die schönsten Töpfe keinen Deckel gefunden haben?

Ralf Schmitz: "Ich denke, dass viele Menschen vom heutigen Überangebot der Möglichkeiten überfordert sind. 'Das Bessere ist der Feind des Guten' hat meine Großmutter immer gesagt und darin liegt wohl viel Wahres. Facebook, WhatsApp, E-Mails, Dating-Portale, Menschenmassen in den Geschäften und auf den Straßen, alles muss immer schneller und effizienter gehen... Ich denke, dass viele froh wären, wenn aus ihnen ein 'Moderator' die eigenen, vielleicht verschollenen, wirklich wichtigen kleinen Wünsche und Werte wieder herauskitzelt. Dann klappt es sicher auch mit dem Finden eines Deckelchens. Und ich bin da sehr gerne behilflich!"

Speed-Dating müsste doch aufgrund Ihres Temperaments genau das richtige Kennenlernen sein, oder?

Ralf Schmitz: "Zugegeben, ich bin oft eher zügig unterwegs. Das darf man aber keinesfalls auf alle Lebensbereiche übertragen. Beim Speed-Dating würde es mir schwer fallen, den Menschen gegenüber richtig einzuschätzen. Deswegen gebe ich lieber in allen anderen Lebensbereichen etwas mehr Gas, um dann, wenn es wirklich drauf ankommt, beim wichtigsten Menschen im Leben, alle Zeit der Welt zu haben."

Ralf Schmitz ist ein wahres Improvisationstalent

In Ihrer Show muss immer ein Mann 30 Frauen von seinem Typ überzeugen. Drücken zu viele Frauen den Buzzer, fliegt er raus. Wie groß ist ihr Mitleid mit dem eigenen Geschlecht?

Ralf Schmitz: "Mein Mitleid hält sich hier in Grenzen und ist auch gar nicht nötig. Ganz wichtig war mir von Anfang an, dass hier auf Augenhöhe agiert wird. Ich führe niemanden vor oder bringe ihn in eine unangenehme Situation. Im Gegenteil, der Spaß entsteht hier aus dem Miteinander und den offen gezeigten Unterschieden. Die machen es doch erst interessant! Die Männer und Frauen wissen worauf sie sich einlassen. Warum auch nicht? Man passt zusammen oder eben nicht. Und ich vermittle dazwischen, schütze den Schüchternen oder fordere den allzu von sich Überzeugten. Auch bei den Damen frage ich nach, wenn man den ein oder anderen Kommentar einfach nicht glauben kann oder stelle mich schützend davor, wenn‘s brenzlig wird. Denn schließlich dürfen am Schluss die Herren wählen!"

Mal angenommen Sie würden als Kandidat antreten, als welchen Typ Mann würden Sie sich beschreiben und welche Musik würden Sie für Ihren Auftritt auswählen?

Ralf Schmitz:: "Der Moderator steht hier Gott sei Dank nicht zur Debatte. Puh!"

Aktuell sind Sie mit Ihrem Programm "Aus dem Häuschen" auf Tour. Was erwartet die Fans?

Ralf Schmitz: "Ich bringe viele Improvisationen mit, überlasse mich also auch hier dem Moment. Die Zuschauer dürfen hereinrufen, was sie wollen, mich durch die Gegend schicken, mir das Leben schwer machen. Ich muss dann die Aufgaben, die ich bekomme, erfüllen. Und genau das macht mir einen riesigen Spaß, weil jeder Abend anders ist und neu. Zum Ausruhen bleibt keine Zeit. Herrlich. Natürlich bringe ich auch meinen Blick auf die Welt mit. Kürzlich durfte ich mich zum Beispiel mit einigen Renovierungsarbeiten herumschlagen. Ich berichte von feinen Unterschieden zwischen diversen Maurerdekolletees, von meinem großen Erfolg mit Übersetzungen in und aus der Handwerkersprache, zeige wie man manches aus lauter Verzweiflung doch selber und dadurch noch viel schlimmer macht, erläutere logische Foltertechniken für die verschiedenen Gewerke und singe den Das-hört-nie-wieder-auf-Blues."