Tag der Deutschen Einheit: Bunte Einheitsfeier in Dresden von Protesten und Hass überschattet

05. Oktober 2016 - 15:26 Uhr

Polizei muss Pegida-Anhänger wegdrängen

Die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Dresden wurden durch Wut und Beschimpfungen der Demonstranten überschattet.

Mehrere hundert Demonstranten haben die geladenen Politiker beim Empfang zur zentralen Einheitsfeier in Dresden lautstark beschimpft. Vor allem Anhänger des fremdenfeindlichen Pegida-Bündnisses riefen am Montag vor dem weiträumig abgesperrten Verkehrsmuseum "Volksverräter", "Haut ab" und "Merkel muss weg".

"Um Zugang der Ehrengäste zu den Protokollveranstaltungen am Neumarkt zu gewährleisten, mussten Personen zurückgedrängt werden", teilte die Polizei via Twitter mit. 

Unter den Gästen waren Bundespräsident Joachim Gauck, Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Auch Trillerpfeifen ertönten. Zu den Demonstranten gehörte auch der Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann. Augenzeugen sprachen von einem Spießrutenlauf für die Gäste und Politiker.

Am Mittag beginnt der offizielle Festakt in der Semperoper. Die Feiern finden unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen statt.