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Tabuthema Rauchen in der Schwangerschaft - warum viele werdende Mütter nicht aufhören können

Rauchen während der Schwangerschaft
Rauchen während der Schwangerschaft Janine spricht über die Gründe 01:31

Eine Schwangere erzählt

Eigentlich ist es ein No-Go: Rauchen in der Schwangerschaft. Doch nicht alle werdenden Mütter schaffen es, auf Zigaretten zu verzichten. Wie Janine. Sie ist gerade mit ihrem vierten Kind schwanger (und weiß, dass sie ihrem Baby schadet). Warum sie es nicht schafft, mit dem Rauchen aufzuhören, darüber hat sie ganz offen mit uns geredet.

Jede siebte Schwangere raucht

Nur bei ihrer dritten Schwangerschaft hatte Janine es geschafft, nicht zu rauchen. Bei allen anderen Babys war die Sucht einfach stärker. Die Zigarette ein Ventil für den Stress als Mutter. Obwohl Janine für ihre Kinder eigentlich nur das Beste will.

Mit diesem Zwiespalt ist Janine nicht allein. Einer Studie der Universitäten Mannheim und Heidelberg zufolge raucht etwa jede siebte werdende Mutter während der Schwangerschaft weiter. Obwohl die meisten wissen, was sie ihrem Kind im Bauch damit antun.

Diese Folgen kann Rauchen in der Schwangerschaft für das Kind haben

Ein gesundes Baby zu bekommen – das sollte der größte Ansporn fürs Aufhören sein. Doch immer noch werden die Gefahren unterschätzt. Wer in der Schwangerschaft raucht, nimmt das Risiko einer Früh- und sogar Totgeburt in Kauf. Kinder, deren Mütter in der Schwangerschaft zur Zigarette gegriffen haben, sind häufig körperlich unterentwickelt und können Krankheiten wie Diabetes, Asthma und ADHS bekommen.

Wie können süchtige Schwangere es doch noch schaffen?

Frauen, die es geschafft haben, raten anderen Schwangeren, sich der Verantwortung für das Baby bewusst zu werden. Bei fünf Zigaretten am Tag raucht ein Baby während der Schwangerschaft 1.400 Kippen mit. Jede Zigarette weniger ist ein Erfolg. Aber am besten ist es, ganz aufzuhören. Und zwar sofort. Dabei kann eine gute Freundin helfen, die man sofort anrufen kann. Immer dann, wenn man kurz davor ist, wieder zur Schachtel zu greifen. Hebamme und Frauenärztin können professionelle Unterstützung anbieten. Und vielleicht sollte man sich immer wieder fragen, ob man seinem frisch geborenen Baby eine Zigarette in den Mund stecken würde – wohl eher nicht, oder?

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