Syrische Flüchtlinge retten verunglückten NPD-Politiker aus Autowrack

Syrer retten NPD-Politiker aus Autowrack
Freiwillige Feuerwehr in Büdingen bei der Rettung im Einsatz (Motivbild)
picture alliance / Eibner-Presse, Eibner-Pressefoto

Zwei unverhoffte Retter in der Not

Zwei Flüchtlinge haben in Büdingen einen verunglückten Politiker der rechtsextremen NPD aus seinem Autowrack gezogen. Laut eines Berichts der 'Frankfurter Rundschau', bestätigte ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr in Büdingen, dass die beiden Retter des hessischen NPD-Politikers Stefan Jagsch zu einer Gruppe Asylsuchender zählten. Sie waren zufällig in zwei Bussen vorbeigefahren, als der Unfall passierte.

Der Fahrer des verunglückten Autos sei auf einer Bundesstraße gegen einen Baum gefahren und dabei schwer verletzt worden, so eine Polizeisprecherin in Friedberg. Nach Beobachtungen von Zeugen, hätten die syrischen Flüchtlinge direkt Erste Hilfe geleistet. Als die Beamten an der Unfallstelle eintrafen, waren die hilfsbereiten Syrer schon nicht mehr vor Ort.

In der Stadt Büdingen im Wetteraukreis in Hessen gibt es eine Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge. Bei der Kommunalwahl am sechsten März hatte die NPD in der Stadt 10,2 Prozent der Stimmen eingeholt.