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Syrien: So geht es den Überlebenden des mutmaßlichen Giftgasanschlags in Duma

Reporter spricht mit den Überlebenden in Duma
Reporter spricht mit den Überlebenden in Duma Nach Angriffen in Syrien 02:08

Reporter trifft auf Überlebende im syrischen Duma

Am 7. April erschütterte ein mutmaßlicher Giftgasanschlag die Menschen im syrischen Duma. Mindestens 42 Menschen sind dabei getötet worden, mehr als 500 mussten in Krankenhäusern behandelt werden. Die Stadt ist noch immer gezeichnet von Trümmern, verursacht durch Kämpfe der russischen und syrischen Luftwaffe.

"Es war der blanke Horror"

RTL-Reporter Dirk Emmerich ist vor Ort in Duma und hat mit Menschen gesprochen, die den Anschlag überlebt haben. "Es war der blanke Horror. Die ständigen Luftangriffe und die Milizen haben uns als Schutzschilde festgehalten. Tagelang gab es nichts zu essen", erinnert sich eine Einwohnerin in Duma. Das Wichtigste für die Menschen vor Ort? Dass sie noch leben. Überraschend ist: Die Menschen lassen sich nicht einschüchtern, sind dabei, ihr Leben wieder zu ordnen. An der Essensausgabe herrscht pure Dankbarkeit fürs Überleben.

OPCW-Ermittler können endlich nach Duma reisen und auf Giftgas prüfen

Am Montagabend wurde dem Ermittlerteam der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) endlich gewährt, nach Duma zu reisen. Tagelang war dies nicht möglich. Es gilt die Frage zu klären, ob bei dem Angriff wirklich Giftgas eingesetzt worden war.

Als Antwort auf den mutmaßlichen Chemiewaffeneinsatz in Duma, für den der Westen die syrische Regierung verantwortlich macht, hatten die USA, Großbritannien und Frankreich in der Nacht zum Samstag Ziele in Syrien angegriffen. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte das Vorgehen des Westens als Aggression verurteilt. Nun will die EU an einen Tisch zusammenkommen, um über eine Lösung im Syrien-Konflikt zu sprechen.

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