RTL News>News>

Syrien: Offenbar 300 Kurden von Islamisten verschleppt

Syrien: Offenbar 300 Kurden von Islamisten verschleppt

Kämpfer der Al-Nusra-Front
Kämpfer der Al-Nusra-Front im Norden Syriens.
REUTERS, AMMAR ABDULLAH

Al-Nusra-Front soll hinter der Tat stecken

Islamistische Aufständische haben im Norden Syriens einem Medienbericht zufolge bis zu 300 kurdische Zivilisten entführt. Wie die kurdische Nachrichtenagentur 'Hanwar' berichtete, stoppten Kämpfer der Al-Nusra-Front, die mit Al-Kaida verbündet ist, einen Buskonvoi und brachten die männlichen Fahrgäste in eine nahe gelegene Stadt. Die Busse waren demnach in der Enklave um die Stadt Afrin im Nordwesten losgefahren und unterwegs nach Aleppo und Damaskus.

Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien bestätigte, dass zahlreiche Fahrgäste von Islamisten festgesetzt wurden, konnte jedoch keine Angaben zu der genauen Zahl machen. Nach ihren Angaben fordern die Kidnapper die Freilassung dreier Männer, die in Afrin wegen unerlaubter archäologischer Ausgrabungen inhaftiert sind.

Im Mai 2014 hatten Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat rund 150 kurdische Schüler im Teenageralter festgenommen, die von Aleppo nach Kobane an der Grenze zur Türkei unterwegs waren. Sie wurden in den Monaten danach grüppchenweise freigelassen. In der Geiselhaft wurden sie Berichten zufolge misshandelt.