Syrien: Mindestens 49 Tote nach Luftschlägen nahe Damaskus

Bei Angriffen der syrischen Luftwaffe nahe Damaskus sind mindestens 37 Zivilisten getötet worden.
Bei Angriffen der syrischen Luftwaffe nahe Damaskus sind mindestens 37 Zivilisten getötet worden.
© REUTERS, STRINGER

12. August 2015 - 19:34 Uhr

170 Menschen werden verletzt

Bei Angriffen der syrischen Luftwaffe und Raketenbeschuss von Rebellen nahe Damaskus sind mindestens 49 Menschen getötet und mehr als 170 verletzt worden. Alleine 37 Zivilisten seien durch Luftschläge der Truppen von Machthaber Baschar al-Assad auf die Region Ghuta gestorben, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Zudem habe es 120 Verletzte gegeben.

Zuvor hatten Rebellen aus der Region das Zentrum der syrischen Hauptstadt nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana mit Raketen beschossen und dabei 12 Menschen, darunter viele Zivilisten, umgebracht. Mehr als 50 weitere Menschen seien verwundet worden. Nach Angaben der Menschenrechtsbeobachter sind mehr als 50 Raketen in verschiedenen vom Regime kontrollierten Vierteln eingeschlagen. Ein Geschoss explodierte demnach nahe der russischen Botschaft.

Die Region Ghuta östlich von Damaskus gehört zu den am härtesten umkämpften Gebieten in dem mehr als vierjährigen Bürgerkrieg in Syrien. Von dort aus werden immer wieder Granaten in Richtung der Hauptstadt abgefeuert. Das von der Regierung kontrollierte Zentrum war bisher von direkten Kämpfen weitgehend verschont geblieben.

Derweil soll ein angeblicher Luftangriff der von den USA geführten Militärkoalition in der nordwestlichen Stadt Atmeh neben zehn Islamisten auch acht Zivilisten, darunter fünf Kinder, getötet haben. Die Vereinigten Staaten, die Angriffe gegen die Terrormiliz Islamischer Staat und andere Dschihadistengruppen in Syrien und im Nachbarland Irak fliegen, bestätigten den Luftschlag zunächst nicht.