Syrien-Krieg: Macron und Merkel beziehen Stellung

12. April 2018 - 21:50 Uhr

Syrien: Macron spricht von Beweis für Giftgas-Einsatz

Nach den Worten von Frankreichs Präsident Macron liegt seiner Regierung der Beweis für den Einsatz von Giftgas durch die syrische Regierung in Duma vor. Angela Merkel hat unterdessen eine deutsche Beteiligung an einem Militärschlag in Syrien ausgeschlossen.

Macron hat Beweise für Giftgas-Einsatz in Duma

Emmanuel Macron liegen Beweise für einen Giftgas-Anschlag in Syrien vor.
Emmanuel Macron spricht von Beweisen für den Einsatz von Chemiewaffen in Duma.
© REUTERS, GONZALO FUENTES, SAA/JS

Frankreich hat laut Emmanuel Macron den Beweis, dass die syrische Regierung Chemiewaffen eingesetzt hat. In einem Interview mit dem französischen Fernsehsender TF1 sagte Macron: "Wir haben den Beweis, dass Chemiewaffen verwendet wurden, zumindest Chlor, und dass sie vom Regime von Baschar al-Assad verwendet wurden."

Frankreich hatte sich bereits zuvor, gemeinsam mit Großbritannien, solidarisch zu Trumps Syrien-Kurs positioniert. Wann eine Entscheidung über einen möglichen Militärschlag getroffen werden könnte nannte Macron nicht. "Wir müssen Entscheidungen treffen, zu gegebener Zeit, wenn wir das für am nützlichsten und wirksamsten halten." Erneut betonte Frankreichs Staatsoberhaupt, die Zusammenarbeit mit Donald Trump: "Unsere Teams arbeiten sehr eng zusammen."

Merkel schließt Beteiligung an Militärschlag gegen Syrien aus

US-Präsident Donald Trump bekommt für seinen harten Kurs im Syrien-Konflikt Rückendeckung von Frankreich und Großbritannien. Nun hat auch Bundeskanzlerin Angela Merkel Stellung bezogen. Deutschland wird sich an militärischen Anschlägen gegen Syrien nicht beteiligen, teilte die Kanzlerin mit. Dass der Westen eine gemeinsame Linie gegen das Assad-Regime fahren muss, unterstrich die Kanzlerin. Assad müsse deutlich gemacht werden, dass der Einsatz von Chemiewaffen inakzeptabel sei.

Unterdessen betonte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), dass weder die USA, Großbritannien noch Frankreich Deutschland um eine Beteiligung gebeten habe.