Passagiere geschockt

Zivilflugzeug über Syrien von Kampffliegern bedroht

Ein Flugzeug der iranischen Fluggesellschaft Mahan Air musste notlanden. Foto: Abedin Taherkenareh/EPA/dpa
Ein Flugzeug der iranischen Fluggesellschaft Mahan Air musste notlanden. Foto: Abedin Taherkenareh/EPA/dpa
© deutsche presse agentur

24. Juli 2020 - 12:17 Uhr

Iran beschuldigt Israel - zu Unrecht

Momente des Schreckens für Reisende und Besatzung einer iranischen Passagiermaschine über Syrien. Viele hatten Angst, reagierten geschockt. Das Flugzeug wurde iranischen Angaben zufolge von zwei fremden Kampfflugzeugen bedroht. Die Maschine der Mahan Air, Flug 1152, sei auf dem Weg Richtung Beirut schnell in den Sinkflug gegangen, um eine Kollision zu verhindern, berichtete der iranische Staatssender IRIB..

US-Militär kontrollierte Maschine "aus sicherer Entfernung"

Nach Angaben eines IRIB-Reporters, der selbst an Bord war, wurde vom syrischen Kontrollturm gesagt, dass es sich um zwei israelische Kampfjets gehandelt habe. Die hätten sich dem Verkehrsflugzeug bis auf 200 Meter genähert, behauptete der Reporter. Bei dem Sturzflug seien drei Passagiere leicht verletzt worden. "Das war nicht nur eine Bedrohung, sondern de facto ein Angriff der Zionisten (Israel) auf die iranische Maschine", sagte der Reporter.

Stunden später bestätigte das US-Militär, dass ein eigener Jet den Passagierjet im syrischem Luftraum kontrolliert habe. Die amerikanische F-15 habe den Passagierflieger "aus einer sicheren Entfernung von rund 1.000 Metern" einer üblichen optischen Identifizierung unterzogen. Als der Pilot das Flugzeug als Passagierjet der Mahan Air erkannte, entfernte sich die F-15 mit gebührendem Abstand von der Maschine.

Der Direktor des Beiruter Flughafens erklärte dem libanesischen TV-Sender New, die iranische Maschine sei um 20.30 Uhr Ortszeit in Beirut gelandet. "Alle Passagiere sind wohlauf, doch einige hatten kleinere Verletzungen", sagte er. "Doch die meisten litten unter Schock und Angst."