Zum Schutz der Bevölkerung

Sylt erhält fünf Millionen Kubikmeter Sand bis 2024

Sandaufspülungen auf Sylt
Sandaufspülungen auf Sylt
© dpa, Bodo Marks, bm mb kde moe

16. März 2021 - 6:54 Uhr

Sandiger Millionen-Zuschuss

Es ist die Insel der Reichen und Schönen, ein beliebter Tourismushotspot und ein bedrohtes Stück Land: Sylt! Deutschlands nördlichste Insel soll bis 2024 zusätzlich rund fünf Millionen Kubikmeter Sand bekommen. So soll die Insel vor der rauen Nordsee geschützt werden. Den Auftrag in Höhe von etwa 28 Millionen Euro erteilte der schleswig-holsteinische Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Montag. "Mit den Sandaufspülungen nimmt die Landesregierung ihren Auftrag zum Schutz der Bevölkerung von Sylt wahr", teilte Albrecht mit.

Sandbank dient als Wellenbrecher

ARCHIV - 27.05.2014, Schleswig-Holstein, Sylt: Die Luftaufnahme zeigt die Südspitze der Nordsee-Insel Sylt. Die Insel sucht nach einem Weg, um als Urlaubsdestination und Heimatort attraktiv zu sein. (zu dpa: «Zwischen Heimat- und Urlaubsinsel - finde
Heimat- und Urlaubsinsel Sylt
© dpa, Carsten Rehder, reh sev sev gyd

Rund 250.000 Kubikmeter Sand sollen jedes Jahr vor Westerland in den Vorstrand eingebracht werden, um dort eine Sandbank zu bilden, die als Wellenbrecher dient. Nach und nach wird der Sand dann vom Wasser in nördliche oder südliche Richtung transportiert. 2021 soll zusätzlich eine Million Kubikmeter Sand aufgespült werden. Bis 2024 sollen rund fünf Millionen Kubikmeter Sand verwendet werden, um den Schutz der Insel zu gewährleisten.

Klimawandel bedroht die Insel

Seit 1972 spülen Land und Insulaner Sand rund um Sylt auf – das hätte sich als der effektivste Schutz für die Westküste Sylts erwiesen, so der Minister. Würde der Mensch nicht eingreifen und keinen Sand aufspülen, würde die Küste immer weiter um mehrere Meter im Jahr zurückweichen. "Über kurz oder lang wären der Bestand der Insel und damit auch die Sicherheit der etwa 20.000 hier lebenden Menschen gefährdet." Hinzu kommt der menschengemachte Klimawandel und die damit einhergehende Beschleunigung des Meeresspiegelanstieges. Das sei eine zusätzliche Herausforderung.


Quelle: DPA / RTL.de