Supermarkt-Mitarbeiter appellieren an Kunden

Gerade in Corona-Zeiten: Diese Pfandbon-Angewohnheit geht gar nicht!

Ein Mann steht an der Supermarkt-Kasse.
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08. April 2020 - 9:42 Uhr

Hygieneregeln in Supermärkten massiv verschärft

In der Corona-Krise haben Supermärkte und Drogerien ihre Filialen umgerüstet, um die stärkeren Hygienevorschriften einzuhalten und um eine Ansteckung mit dem Coronavirus sowohl bei Kunden als auch bei Mitarbeitern zu verhindern. Kunden sollen Abstand halten, möglichst alleine einkaufen gehen und keine Hamsterkäufe tätigen. Eine Angewohnheit im Umgang mit dem Pfandbon, die vielen Kunden wohl gar nicht bewusst ist, muss gerade in dieser Zeit aber auch unbedingt vermieden werden. Darauf weisen Supermarkt-Mitarbeiter jetzt hin.

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Pfandbon nicht zwischen die Zähne klemmen!

Wie das Verbraucherportal CHIP berichtet, haben sich zahlreiche Mitarbeiter von Aldi, Rewe, Lidl und Co. gemeldet und auf einen offenbar gängigen Hygiene-Fehler hingewiesen, den Kunden machen: Viele klemmen an der Kasse den Pfandbon zwischen die Zähne, um ihn anschließend an den Kassierer oder die Kassiererin weiterzureichen.

Auch in normalen Zeiten hat der Pfandbon im Mund nichts zu suchen - in der Corona-Krise kann diese Angewohnheit fatal werden. Schließlich wird das Coronavirus meist über eine Tröpfcheninfektion übertragen, also auch durch Speichel, der auf diese Weise an den Pfandbon gerät und dann an die Person an der Kasse weitergegeben wird.

„Es geht um unsere Gesundheit“

"Es ist echt schlimm, wie manche den Pfandbon im Mund halten, während wir die Ware scannen. Und dann sollen wir diesen annehmen. Das ist falsch", schreibt Edeka-Mitarbeiter Niels S. an CHIP. "Ich habe Kunden schon gesagt, dass ich den Bon nicht annehme. Es geht um unsere Gesundheit", findet Lidl-Mitarbeiter Daniel K. ähnliche Worte.

Welche Hygieneregeln im Supermarkt Sie jetzt außerdem unbedingt beachten sollten, haben wir hier zusammengefasst.

Möglichst auf Bargeld verzichten und kontaktlos zahlen

Um auszuschließen, dass eine Coronavirus-Ansteckung über Geldscheine geschieht, empfehlen Händler derzeit generell, auf Bargeld zu verzichten und kontaktlos zu zahlen. Gerade ältere Menschen würden eine Bezahlung mit Bargeld aber oft bevorzugen. Das sei zwar okay, zitiert CHIP Björn S. aus Dresden - aber: "Was nicht geht, wenn diese Kunden dann zuerst die Finger lecken, um im Portmonee nach den Scheinen zu greifen." In solchen Situationen wisse man nicht, wie man reagieren solle: "Wir sollen freundlich bleiben, aber diese Leute spielen mit unserer Gesundheit."

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