Kritik am Plan der Mega-Reichen

ManU-Legende Neville ätzt gegen Super-League-"Schande"

Gary Neville ist eine Legende bei Manchester United
Gary Neville ist eine Legende bei Manchester United

19. April 2021 - 10:48 Uhr

Widerstand gegen Super League

Außerhalb der zwölf Vereine, die die Super League gründen wollen, gibt es große Kritik am Vorhaben der Mega-Reichen. Auch Manchester-United-Legende Gary Neville hat eine ganz klare Meinung.

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Der Fußball steht vor einer Zerreißprobe. Zwölf europäische Vereine haben ihre Absicht erklärt, eine sogenannte Super League zu gründen. Die englischen Klubs FC Liverpool, Manchester United, Manchester City, Tottenham Hotspur, FC Arsenal und FC Chelsea, die spanischen Topteams Real Madrid, FC Barcelona und Atletico Madrid sowie Juventus Turin, AC Mailand und Inter Mailand aus Italien wollen in einer Elite-Liga spielen. Drei weitere Vereine sollen noch eingeladen werden, insgesamt haben bis zu 20 Klubs Platz.

Neville-Appell geht viral

Immer mehr Persönlichkeiten melden sich und kritisieren die Super-League-Pläne. In den sozialen Netzwerken geht ein Video von Manchester-United-Legende Gary Neville viral, in dem er sich in 1:41 Minuten den Frust von der Seele redet. "Ich bin seit 40 Jahren Fan von Manchester United, aber ich bin angewidert, am meisten vom Verein, der vor weit über 100 Jahren von Arbeitern gegründet wurde", sagt der 46-Jährige. "Und nun wollen sie ausbrechen in eine Liga ohne Wettbewerb, aus der man nicht absteigen kann. Das ist eine absolute Schande."

Neville ruft daher zum Gegenschlag aus, man müsse sich "die Macht dieser Klubs an der Spitze der Liga zurückholen. Wir müssen sie stoppen!" Vor allem denkt der zweimalige Champions-League-Sieger dabei an die Fans. "Die Besitzer dieser Klubs haben absolut nichts mit dem Fußball in England zu tun – mit seiner Tradition und den Millionen Fans. Und genau diese Fans, die ihren Klub immer geliebt und gelebt haben, müssen beschützt werden", fordert Neville.

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"Genug ist genug!"

Heute ist Neville selbst Besitzer des Viertligisten Salford City. "Ich habe vom Fußball profitiert, habe viel Geld verdient und investiere es nun im Fußball. "Ich habe nichts gegen das viele Geld im Sport. Aber das Wichtigste ist der Grundsatz des fairen Wettbewerbs und wer die Liga gewinnt, kommt in die Champions League", sagt Neville. "Aber viele dieser Klubs spielen nicht einmal in der Champions League. Manchester United ist nicht dabei. Auch Arsenal London nicht, sie sind derzeit einfach nur ein Chaos-Klub. Tottenham ist auch nicht dabei. Und sie wollen ein Recht, um dabei zu sein? Das ist ein absoluter Witz. Es ist an der Zeit, unabhängige Regulierer zu haben, um zu verhindern, dass diese Klubs die Macht haben. Genug ist genug!"

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