Drama bei Bruneck in Südtirol

Betrunkener rast mit Auto in Reisegruppe - sechs Tote aus NRW und Norddeutschland

Auto rast in deutsche Reisegruppe: Sechs Tote Unfall in Luttach
00:41 min
Unfall in Luttach
Auto rast in deutsche Reisegruppe: Sechs Tote

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Südtirol: sechs Deutsche tot - elf Verletzte

Deutsche Touristen standen in der Nacht zu Sonntag in Luttach (Südtirol) an einem Reisebus als ein Betrunkener mit dem Auto in die Fußgängergruppe gerast ist. Sechs Menschen starben, elf weitere wurden verletzt. Vier Todesopfer sollen nach RTL-Informationen aus Nordrhein-Westfalen und zwei aus Norddeutschland stammen. Die Gruppe junger Menschen war wohl auf dem Rückweg aus einer Disco zu ihrer Unterkunft in Oberluttach. Übereinstimmenden Berichten zufolge sind die Todesopfer zwischen 20 und 21 Jahren alt.

Auto rast in eine Gruppe aus 17 Menschen - Fahrer festgenommen

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Auto fährt in Südtirol in Reisegruppe - Sechs Tote
hpl, dpa, -

Der 27 Jahre alte einheimische Fahrer hatte 1,9 bis 2 Promille Alkohol im Blut. Der Mann aus Kiens sei im Krankenhaus für weitere Untersuchungen. Medienberichten zufolge wurde er am Vormittag festgenommen.

Das Auto sei gegen 1.00 Uhr nachts in der Nähe von Bruneck in die Gruppe gefahren. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Sechs Menschen seien in der Nacht zu Sonntag sofort gestorben, vier seien schwer verletzt worden. Eine Frau sei mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Innsbruck in Österreich geflogen worden. Auf einer Pressekonferenz am Sonntagmorgen erklärte Marc Kaufmann von der Landesnotrufzentrale, unter den Verletzten seien zwei Südtiroler. Alle anderen Opfer seien Deutsche, im Alter zwischen 20 und 25 Jahren.

Busfahrer sah den zu schnell fahrenden Wagen kommen

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Auto fährt in Südtirol in Reisegruppe - Sechs Tote
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Der Unfallfahrer in Südtirol war nach Angaben eines Augenzeugen viel zu schnell unterwegs. Der Mann ist der Busfahrer, der die Reisegruppe von der Discothek zurück nach Luttach gebracht hat. Er habe den Autofahrer mit viel zu hohem Tempo kommen sehen, habe ihn noch zu warnen versucht und das Licht seines Wagens aufblenden lassen, sagte der Busfahrer, der anonym bleine will. „Da habe ich schon die Leute über die Straße fliegen sehen.“

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160 Einsatzkräfte aus Südtirol kümmern sich um die Opfer

Der Sender „Rai Südtirol“ berichtete, das Fahrzeug sei in Luttach im Ahrntal in eine Gruppe aus 17 Menschen gerast. Sechs von ihnen seien noch am Unfallort gestorben. 160 Einsatzkräfte waren nach offiziellen Angaben im Einsatz.

Die Gegend liegt in Italien an der österreichischen Grenze und ist als Ski- und Wintersportgebiet bekannt. Das Dorf im Ahrntal ist bekannt bei Jugendgruppen aus Deutschland, die im Winter zum Skifahren kommen. An der Hauptstraße, die der Unfallort ist, liegen mehrere Hotels und Pensionen. Am Unfallort ist eine Haltestelle für Reisebusse. Nach Informationen aus Luttach gab es in dem Ort Klagen darüber, dass viele Autos auf der Hauptstraße zu schnell unterwegs seien.

Info: In der Nacht hatten italienische Medien zuerst von drei Schwerverletzten berichtet. Unter Berufung auf die Polizei war das Alter des Autofahrers mit 28 Jahren angegeben worden. Nach neueren Informationen der Polizei haben wir die entsprechenden Angaben im Text aktualisiert.