Südostasien: 100 Flüchtlinge sterben bei Kampf um Essen

18. Mai 2015 - 20:11 Uhr

Flüchtlinge seien erstochen, erhängt oder über Bord geworfen worden

Wie der britische Sender BBC berichtete, sollen nach unbestätigten Angaben auf einem Flüchtlingsschiff rund 100 Menschen im Kampf um Nahrungsmittel getötet worden sein. Überlebende, die am Freitag vor der Küste der indonesischen Insel Sumatra gerettet wurden, hätten fürchterliche Berichte über die Zustände an Bord gegeben. Flüchtlinge seien demnach erstochen, erhängt oder über Bord geworfen worden.

Mehrere Schiffe waren zuletzt von Ländern der Region abgewiesen worden. Die rund 700 Überlebenden des Schiffes waren vor der indonesischen Küste von Fischern gerettet worden, als ihr Schiff zu sinken drohte. Sie seien nun im Hafen von Langsa in der Provinz Aceh an der Nordostküste Sumatras in der Obhut der indonesischen Behörden. Die Migranten aus Myanmar und Bangladesch sollen zwei Monate lang auf See gewesen sein. Sie hätten nach Malaysia gewollt und berichtet, dass sie von der malaysischen Marine abgewiesen wurden.