Südkoreas designierter Ministerpräsident verzichtet

28. Mai 2014 - 19:47 Uhr

Nur eine Woche nach der Ernennung eines neuen Ministerpräsidenten muss Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye schon wieder einen Kandidaten suchen. Nach Bereicherungsvorwürfen verzichtete der designierte Premierminister Ahn Dai Hee auf das Amt. Er wolle keine Last für die Regierung sein, sagte der 59-jährige frühere Richter am Obersten Gerichtshof.

"Ich entschuldige mich bei der Präsidentin, die an mich geglaubt hat." Die Opposition hatte Ahn vorgeworfen, sich als Anwalt finanzielle Vorteile dank seiner früheren Stellung als Richter verschafft zu haben. Dokumente hätten gezeigt, dass er nach der Öffnung einer Anwaltskanzlei im vergangenen Juli innerhalb von weniger als sechs Monaten mehr als 1,6 Milliarden Won (rund 1,2 Millionen Euro) verdient habe, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Als früherer Staatsanwalt hatte sich Ahn im Kampf gegen die Korruption im Land einen Namen gemacht.