Südkorea vertreibt Boot aus Nordkorea mit Warnschüssen

14. Februar 2016 - 14:30 Uhr

Die südkoreanische Marine hat nach Militärangaben mit Warnschüssen auf eine Grenzverletzung durch ein Fischerboot aus Nordkorea reagiert.

Nach Lautsprecherdurchsagen und den Schüssen sei das Boot wieder zur nordkoreanischen Seite der Seegrenze im Gelben Meer zurückgekehrt, teilte der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte mit. Der Zwischenfall ereignete sich nur fünf Tage nach einem Schusswechsel zwischen Soldaten aus Süd- und Nordkorea an der Landesgrenze.

Das Fischerboot habe sich zweieinhalb Stunden in den von Südkorea beanspruchten Gewässern aufgehalten, hieß es. Das Boot habe anscheinend wegen des niedrigen Wasserstands in dem Gebiet lange Zeit nicht manövrieren können, zitierte die nationale südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap einen Militärvertreter.

Das Grenzlinie im Gelben Meer zwischen beiden Staaten ist umstritten. In der Vergangenheit war das Gebiet auch wiederholt Schauplatz von Feuergefechten zwischen Kriegsschiffen beider Länder.