Südkorea meldet drei weitere Mers-Tote

Etwa in Zügen versuchen sich die Südkoreaner zu schützen.
© REUTERS, KIM HONG-JI

13. Juni 2015 - 12:31 Uhr

Quarantäne-Zahl rückläufig

Beim größten Mers-Ausbruch außerhalb der arabischen Halbinsel hat Südkorea drei weitere Todesopfer und vier Neuerkrankungen gemeldet. Die Zahl der Toten stieg damit seit dem Ausbruch vor mehr als drei Wochen auf 13, die der Patienten mit dem Coronavirus (Mers-CoV) auf 126.

Zum ersten Mal ging die Zahl der Menschen zurück, die unter Quarantäne gestellt sind. Mehr als 3.600 Menschen, die sich angesteckt haben könnten, befanden sich nach wie vor in Isolierstationen unter Beobachtung oder sollten zuhause bleiben.

Die Verbreitung der Infektionskrankheit hat die Bevölkerung sehr verunsichert. Südkorea verfügt über eine der besten medizinischen Infrastrukturen in Asien. Die Regierung bekräftigt seit Tagen, dass kein Grund für Panik bestehe. Bisher habe sich der Mers-Ausbruch auf Krankenhausinfektionen beschränkt.

Viele Südkoreaner versuchen, sich mit Atemmasken vor einer Ansteckung zu schützen, und meiden große Menschenansammlungen. Der kommissarische Premierminister, Choi Kyung Hwan, versuchte den in Südkorea lebenden Ausländern die Furcht vor einer weiteren Verbreitung des Virus zu nehmen. "Es gibt keinen Zweifel, dass der Mers-Ausbruch unter Kontrolle gebracht wird", sagte er laut Bericht der Nachrichtenagentur Yonhap. Die Gesundheitsbehörden hoffen, dass die Zahl der Neuerkrankungen nach dem Wochenende abnimmt.

Auch China, wo ein aus Südkorea stammender Mers-Patient behandelt wird, und andere Länder in der Region sind wegen des Ausbruchs besorgt. Etwa 84.000 geplante Reisen nach Südkorea aus dem Ausland seien bisher wegen Mers storniert worden, berichtete der südkoreanische Rundfunksender KBS unter Berufung auf die Koreanische Tourismusorganisation (KTO).