Südkorea: Leistungsdruck nimmt jungen Menschen die Lust am Leben – und treibt sie in den Selbstmord

26. Mai 2015 - 16:38 Uhr

RTL-Reporterin Pia Schrörs berichtet aus Seoul

In den 60er Jahren zählte Südkorea zu den ärmsten Ländern der Welt. Heute ist es auf Platz 14 der weltweit größten Volkswirtschaften. Dafür hat sich die Selbstmordrate vervierfacht. In keiner anderen Industrienation haben sich in den letzten zehn Jahren mehr Menschen umgebracht als in Südkorea. Die Mapo-Brücke in Seoul ist dabei das Symbol für Selbstmörder geworden.

RTL-Reporterin Pia Schrörs und Polizisten auf der Mapo-Brücke in Südkorea.
Alle zwei Stunden kommen Polizisten auf die Mapo-Brücke, um potenzielle Selbstmörder vom Suizid abzuhalten.

In den letzten zehn Monaten haben mehr als 150 Koreaner versucht, sich an der Mapo-Brücke das Leben zu nehmen. "Um potenzielle Selbstmörder davon abzuhalten, sich von der Mapo-Brücke zu stürzen, hat die Stadt Seoul Bilder und Sprüche an der gesamten Brücke angebracht, die aufleuchten, wenn man vorbei geht, an die schönen Momente im Leben erinnern und an die Vernunft appellieren sollen", berichtet RTL-Korrespondentin Pia Schrörs.