Südkorea-GP: Vettel von McLaren abgehängt

Nachdenklich: Sebastian Vettel während des Trainings zum Grand Prix von Südkorea.
© REUTERS, LEE JAE-WON

14. Oktober 2011 - 13:54 Uhr

Im Regen hui, auf abtrocknender Piste pfui. Mit diesem Satz lassen sich die Leistungen der beiden deutschen Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel und Michael Schumacher zum Auftakt des Großen Preises von Südkorea beschreiben.

Rekordchampion Schumacher mit Bestzeit und der frisch gekrönte Doppelweltmeister Vettel waren im komplett verregneten 1. Freien Training noch das Maß der Dinge; gerademal 0,059 Sekunden trennten die beiden Freunde. Doch als im 2. Freien Training am Nachmittag die Strecke abzutrocknen begann, verloren sie den Anschluss.

Schumacher fiel in der Tageswertung auf Platz 14 zurück. Vettel verlor zwar nur eine Position, dafür aber viel Zeit auf die McLaren-Konkurrenten. Lewis Hamilton war als Tagesschnellster 1,818 Sekunden schneller als Vettel, Jenson Button als Zweiter 1,714 Sekunden. Auch wenn die Zeiten aufgrund der widrigen Wetterbedingungen nur bedingt Aussagekraft besitzen, bestätigt das Ergebnis doch den McLaren-Aufwärtstrend, den Button beim vergangenen Rennen in Suzuka mit einem Sieg krönte.

Rosberg, Schumacher und Sutil fahren hinterher

Auch die anderen deutschen Piloten starteten durchwachsen ins GP-Wochenende auf dem 5,615 km langen Yeongam International Circuit. Nico Rosberg war als Achter zwar zweitbester deutscher Fahrer, hatte aber bereits 3 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Zudem leistete sich der 25-Jährige einen blöden Unfall mit Toro-Rosso-Pilot Jaime Alguersuari.

Em Ende der Start- und Zielgeraden krachte Rosberg dem gerade aus der Boxengasse kommenden Spanier in die Seite und riss sich dabei den Frontflügel ab. Für den Deutschen war das Training damit nach knapp einer Stunde vorzeitig beendet, Algeursuari schaffte es noch zurück in die Box und konnte weiterfahren.

Adrian Sutil blieb als 12. zwar noch vor dem zweiten Mercedes-Mann Schumacher, musste sich jedoch seinem Force-India-Teamkollegen Paul di Resta um zwei Positionen und knapp 4 Zehntelsekunden geschlagen geben. Auf mehr als 4 Sekunden addierte sich am Ende der Rückstand von Schumacher auf die Tagesbestzeit.

Noch einmal 3,4 Sekunden mehr waren es bei Marussia-Pilot Timo Glock. Der 29 Jährige behauptete sich als 21. aber immerhin vor seinem Stallgefährten Jerome D'Ambrosio.