Südkorea: Abgestürzte Drohnen aus Nordkorea

09. Mai 2014 - 13:07 Uhr

Nach dem Fund dreier abgestürzter Drohnen in Südkorea hat sich nach Angaben der Regierung in Seoul der Verdacht bestätigt, dass sie Nordkorea zu Spionagezwecken geschickt hatte. Die Analyse der Datenspeicher an Bord durch südkoreanische und amerikanische Experten habe eindeutig ergeben, das die unbemannten Flugzeuge im Nachbarland gestartet seien, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Das Ministerium warf dem kommunistischen Regime im Norden militärische Provokation vor. "Das Eindringen nordkoreanischer Drohnen ist eine Verletzung des Waffenstillstandsvertrags und des innerkoreanischen Nichtangriffspakts", hieß es. Die Streitkräfte würden über das UN-Kommando in Südkorea eine strikte Warnung an Nordkorea übermitteln. Beide Länder befinden sich seit dem Ende des Korea-Kriegs (1950-53) völkerrechtlich nach wie vor im Kriegszustand, da bis heute kein Friedensvertrag geschlossen wurde.