Südafrika: Großwildjäger aus Kroatien bei Löwenjagd erschossen

Pero Jelinic (75) mit einer seiner Jagd-Trophäen. Jetzt ist er bei einem Unfall ums Leben gekommen.
Pero Jelinic (75) mit einer seiner Jagd-Trophäen. Jetzt ist er bei einem Unfall ums Leben gekommen.
© Facebook, Pero Jelinic

30. Januar 2018 - 14:33 Uhr

75-jähriger Kroate war auf Löwenjagd

Es sollte "die Krönung seiner Jägerkarriere" werden, berichten kroatische Medien. Doch der 75-jährige Pero Jelinic ist bei der Löwenjagd in Südafrika selbst zum Opfer geworden. Beim Marsch durch den Busch löste sich aus einer Waffe ein Schuss und verwundete den Großwildjäger schwer. Er starb wenig später im Krankenhaus.

Einen Löwen hatte Jelinic getötet

Einen Löwen hatten Jelinic und zwei weitere kroatische Urlauber schon erlegt, als der Jäger von hinten in der Schulter getroffen wurde. Der 75-jährige Großwildjäger hatte einem Mitstreiter seine Waffe gegeben. Aus ungeklärten Gründen löste sich auf der Suche nach einem zweiten Tier ein Schuss und verwundete Jelinic. Doch was verdächtig klingt, war wohl einfach nur Pech. "Sie haben in dem Moment eigentlich auf nichts geschossen, es war wirklich nur ein sehr unglücklicher Unfall", erklärte Polizeisprecherin Charlize van der Linden in Johannesburg. Ordnungshalber hatten die südafrikanischen Behörden eine Untersuchung wegen Totschlags eingeleitet.

Wut entlädt sich auf Facebook

Auf der Facebook-Seite von Jelinic hagelte es nach Bekanntwerden des Unfalls wüste Beschimpfungen. "Ich hoffe, du erbärmlicher Mörder schmorst in der Hölle!", schreibt ein Nutzer unter ein Bild, auf dem Jelinic mit einem erlegten Elch posiert. Wie im Fall des Italieners Luciano Ponzetto hält sich das Mitleid der Facebook-User in Grenzen.

Jelinic und seine Begleiter waren in dem privaten Reservat Leeuwbosch (Löwenbusch) auf der Jagd. Dort werden Löwen aufgezogen und später zum Abschuss freigegeben. Das Modell ist in Südafrika umstritten, allerdings legal.