Suche nach Überlebenden in Mexiko: Haben die Verschütteten noch Überlebenschancen?

21. September 2017 - 8:10 Uhr

Helfer graben mit bloßen Händen in den Trümmern des Erdbebens in Mexiko

Der Wettlauf gegen die Zeit spornt die Helfer in Mexiko zu Höchstleistungen an. Nach dem schweren Erdbeben mit mindestens 230 Toten geht die Suche nach den Überlebenden weiter. Die Rettungsteams finden auch Tage nach der Naturkatastrophe noch Überlebende unter den Trümmern. RTL-Reporter Gordian Fritz berichtet live aus Mexiko-Stadt über den Verlauf der Rettungsarbeiten. Mehr dazu im Video!

Wie lange haben die Verschütteten noch Überlebenschancen?

Noch haben die vielen Helfer in Mexiko große Hoffnung, da die Überlebenschancen der Verschütteten jetzt noch hoch sind. Doch mit jeder Stunde, jeder Nacht, jedem Tag schwindet diese Hoffnung und die Lage der Verschütteten wird immer dramatischer. Unser Experte Albrecht Broemme, Präsident des Technischen Hilfswerks, bewertet die Überlebenschancen der Verschütteten so: "Bislang galt so ein Erfahrungssatz, dass man nach vier, fünf Tagen die Bergung oder die Suche einstellen kann. Das Erdbeben in Haiti hat allerdings gezeigt, dass die letzte Lebendrettung noch zehn Tage nach dem Beben möglich war." Allerdings nur, wenn die Verschütteten etwas zu trinken haben, so der Experte.

Solidarität und Heldenmut verbinden die Mexikaner

Wie viele Opfer noch unter den Trümmern der vielen eingestürzten Häuser und Schulen liegen, ist derzeit unklar. Allein in der Millionenmetropole Mexiko-Stadt starben 100 Menschen. Hier stürzten knapp 50, teils sehr hohe Gebäude ein und begruben Menschen unter sich. Die Hoffnung auf Überlebende unter den Trümmern stirbt jedoch zuletzt. Mit bloßen Händen räumen die Rettungskräfte Stein für Stein beiseite. Vorsichtig, damit die Trümmerhaufen nicht weiter in sich zusammenstürzen. Zehntausende packen bei den Aufräumarbeiten mit an oder spenden für die Opfer.