24 Handys beschlagnahmt

Schüler verschicken Kinderpornos im Klassenchat

© deutsche presse agentur

11. April 2019 - 10:16 Uhr

Schüler sind zwischen 14 und 15 Jahre alt

Polizei und Staatsanwaltschaft haben am Mittwoch 24 Handys von Schülern einer Stuttgarter Schule beschlagnahmt. Laut Polizei sollen die zwischen 14 und 15 Jahre alten Jugendlichen Kinderpornos in ihrem Klassenchat verschickt haben.

Jetzt drohen den Schülern Anzeigen

Es soll Hinweise gegeben haben, dass über einen Messenger-Dienst kinderpornografisches Material im Umlauf war. Entscheidende Hinweise kamen laut einem Polizeisprecher von amerikanischen Behörden. Nach Rücksprache mit der Schulleitung entschied sich die Polizei daraufhin, 24 Handys der Neuntklässler zu beschlagnahmen. Laut den Ermittlern handelt es sich um Bildmaterial, nicht um Videos. Ein Schüler oder eine Schülerinnen soll demnach die illegalen Aufnahmen in den Chat gestellt haben.

Polizei und Staatsanwaltschaft stellten klar: Falls die Schüler die Fotos weitergeleitet haben, droht ihnen eine Anzeige. Und zwar nicht nicht nur demjenigen, der die Aufnahmen in den Chat eingestellt hat, sondern auch all jenen, die die Dateien auf dem Handy hatten und dies nicht gemeldet haben.

 Eine DVD mit der Aufschrift "Kinderpornographie"
In einer 9. Klasse kursierte verbotenes kinderpornografisches Material (Symbolfoto).
© dpa, Uwe Zucchi

Besitz und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte ist strafbar

Sowohl die Verbreitung als auch bereits der Besitz einer kinderpornografischen Datei ist eine Straftat. Neben diversen strafrechtlichen Sanktionen kann dies auch zur Einziehung des Smartphones führen. Die Schüler wurden noch am selben Tag von einem Jugendsacharbeiter darüber aufgeklärt, dass der Austausch von pornographischen Bildern kein Kavaliersdelikt ist.

Personen, die unaufgefordert eine solche Datei erhalten, sollten sich sofort mit der Polizei in Verbindung zu setzen.