VfB macht Kasse mit seinen Abwehrspielern

Stuttgart: 62 Millionen Euro für die Schießbude der Liga

Stuttgarts Benjamin Pavard sitzt auf dem Rasen. Foto: Federico Gambarini
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25. Juli 2019 - 16:45 Uhr

Wenn alles so klappen würde wie Spielerverkäufe

Sportlich gesehen hat es der VfB Stuttgart ja nicht so drauf, zwei Abstiege innerhalb von drei Jahren und auch technisch (WLAN-Panne bei der Mitgliederversammlung) läuft es nicht so richtig rund. In Sachen Spielerverkäufen agiert der Club dagegen auf allerhöchstem Niveau. Für seine 72-Tore-Abwehr nahm Stuttgart 62 Millionen Euro an Ablösen ein.

Stuttgart mit schlechtester Bilanz im deutschen Profi-Fußball

In der vergangenen Saison war der VfB Stuttgart ein gern gesehener Gegner. Die 17 Kontrahenten schenkten dem Tabellen-16. im Laufe der Spielzeit 70 Tore ein. In der Relegation packte Union Berlin (2:2, 0:0) noch zwei drauf.  So viele Gegentore fing keine andere Mannschaft in deutschen Profi-Fußball.

Baumgartl für 12 Millionen Euro nach Eindhoven

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Fußball 1 Bundesliga 14 Spieltag Borussia Mönchengladbach VfB Stuttgart am 09 12 2018 im Borussi
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Drei Abwehrspieler, die mitverantwortlich für diese desaströse Bilanz waren, lösten trotzdem großes Interesse bei der Konkurrenz aus. Benjamin Pavard wechselte für 35 Millionen Euro zum FC Bayern, Ozan Kabak folgte für 15 Millionen Euro Ablöse seinem ehemaligen Sportdirektor Michael Reschke zum FC Schalke und last but not least blättert der PSV Eindhoven für Timo Baumgartl 12 Millionen Euro hin – zusammen 62 Millionen – knapp 900.000 Euro pro Gegentor.

Ein stolzer Preis für die Schießbude der Liga.