2018 M08 21 - 20:56 Uhr

Bergung war teilweise nur mit Helikoptern möglich

Dutzende Wanderer wurden in Süditalien von einer gewaltigen Flutwelle überrascht. Die Wassermassen rissen zehn Menschen in den Tod. Die Rettungskräfte konnten drei Vermisste unter schweren Bedingungen retten. Wie die riskante Rettungsaktion ablief, sehen Sie im Video.

Rettungskräfte: Die Vermissten sind in guter Verfassung

Die drei Wanderer sind in guter Verfassung aufgefunden worden. Damit gebe es "zu 99,9 Prozent" keine Vermissten mehr, sagte der italienische Umweltminister Costa. 23 Menschen konnten noch am Abend und in der in der Nacht geborgen werden.

Die Suche im trüben Wasser geht aber trotzdem weiter. Denn man könne nicht ausschließen, dass Wanderer ohne offiziellen Tourenführer unterwegs waren.

Die Schlucht ist ein beliebtes Touristenziel

Starke Regenfälle in den umliegenden Bergen hatten am Montag die Sturzflut ausgelöst, die die Wanderer offenbar völlig überraschte. Lokalen Medienberichten zufolge war die Wucht der Wassermassen so groß, dass die Körper der Verunglückten bis zu fünf Kilometer mitgerissen wurden.

Die 13 Kilometer lange Schlucht ist ein beliebtes Ausflugsziel. Sie liegt im malerischen Nationalpark Pollino. Die Felswände ziehen sich bis zu 400 Meter hoch, doch der Zugang zur Schlucht ist stellenweise einfach und wird nicht kontrolliert.