Von Panikmache kann nicht die Rede sein

Sturmtief Sabine: Die Warnungen waren das einzig Sinnvolle

14. Februar 2020 - 17:49 Uhr

Die Warnungen vor Orkantief Sabine waren ganz und gar keine Panikmache sondern richtig. Der Karlsruher Meteorologe und Sturmforscher Dr. Peter Knippertz sagt: "Eine flächendeckende Warnung war der einzig vernünftige und sinnvolle Ansatz."

Die Warnung konnte nur flächendeckend sein

"Nach meiner Einschätzung konnten dadurch Schäden und sogar Todesfälle verhindert werden", teilte der Professor am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit. Da eine präzise Vorhersage einzelner Böen nicht möglich ist, konnte die Warnung nur flächendeckend sein.

Dass in Teilen der Bevölkerung der Sturm als nicht so stark wahrgenommen worden sei, habe daran gelegen, dass die stärksten Böen im Zusammenhang mit Schauern und Gewittern aufgetreten seien. Da hat sich wohl niemand im Freien aufgehalten.

Vorsichtsmaßnahmen haben gewirkt

 DEU, Deutschland, Baden-Württemberg, Stuttgart, 09.02.2020: Orkantief Sabine legt den Bahnverkehr still. Die Deutsche Bahn stoppte am Sonntagabend den Fernverkehr im ganzen Land. Für gestrandete Fahrgäste wurden wie hier am Hauptbahnhof Stuttgart zw
Orkantief Sabine legte den Bahnverkehr still.
© imago images/Arnulf Hettrich, Arnulf Hettrich via www.imago-images.de, www.imago-images.de

Auch RTL und wetter.de hatten frühzeitig auf das Orkantief und die damit verbundenen Gefahren hingewiesen und entsprechende Warnungen ausgesprochen. Schulen blieben geschlossen. Die Deutsche Bahn hatte ihren Verkehr vorübergehend unterbrochen. Dass die Schäden nicht größer ausgefallen sind und es in Deutschland keine Toten gab, heißt keinesfalls, dass die Warnungen übertrieben waren. Eher das Gegenteil ist der Fall. Vorsichtsmaßnahmen und erhöhte Aufmerksamkeit haben Schäden verhindert. 

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