Sturmflut fällt glimpflich aus

Sturmserie über Deutschland: Autobahn nach Hagelschauer gesperrt

28. Januar 2022 - 8:47 Uhr

Der erste Teil der Sturmserie ist über den Norden Deutschlands hinweg gezogen. Große Schäden wurden nicht gemeldet, die Sturmflut am Hamburger Fischmarkt wurde eher zu einem Fotomotiv. Eine Autobahn musste nach einem Hagelschauer gesperrt werden. Und an der Wetterstation Hiddensee-Dornbusch an der Ostsee wurden 124 km/h gemessen. Am Samstag geht es mit Teil 2 der Sturmserie weiter.

A31 im Kreis Bentheim gesperrt

Wasser am Hamburger Fischmarkt
Der Fischmarkt mit der Fischauktionshalle steht am späten Abend während des Hochwassers der Elbe teilweise unter Wasser. Die angekündigte Sturmflut war aber nicht so schlimm.
© dpa, Daniel Bockwoldt, dbo sei

Auf der Autobahn 31 hat ein intensiver Hagelschauer die Autofahrer am Donnerstagabend kalt erwischt. Einige verloren aufgrund extremer Glätte im Bereich Wietmarschen/Lohne (Landkreis Grafschaft Bentheim) die Kontrolle über ihr Fahrzeug und es kam zu Unfällen, teilte die Polizeidirektion Osnabrück mit. Die Autobahn wurde in Richtung Süden vorübergehend voll gesperrt.

Glimpflich kam der Hamburger Fischmarkt bei der erwarteten Sturmflut davon. Das Wasser schwappte nur etwas über, berichteten Passanten. Die Polizei sprach Autofahrer im elbnahen Bereich persönlich an und bat sie, ihre Fahrzeuge umzuparken – zuvor war die Bitte über Twitter erfolgt.

Am Wochenende ist aber erneut mit einer Warnung zu rechnen, die auch "deutlich ausgeprägter" ausfallen könnte, betonte eine Sprecherin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH).

Sturm geht am Samstag in neue Runde

Windgeschwindigkeiten am Sonntag
Die Windgeschwindigkeiten beim zweiten Teil der Sturmserie am Sonntag. Vor allem an der Nordseeküste heftig.

Wir sind aber noch nicht durch mit den ungemütlichen Stürmen – es geht nach einer kleinen Ruhephase am Freitag nahtlos weiter:

"Am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag erreicht der Sturm von Tief NADIA seinen Höhepunkt. Der heftigste Wind ist auf den Nordfriesischen Inseln und an der Ostseeküste zu erwarten. Schwere Sturmböen wird es auf jeden Fall geben, aber auch orkanartige Böen können verbreiteter auftreten (grob: 100-120 km/h). Einige Wettermodelle rechnen stellenweise sogar Orkanböen (ab 118 km/h) und damit ist nicht die exponierte Station Hiddensee-Dornbusch gemeint. Dort wird es wohl sogar Böen bis 150 km/h, vielleicht sogar darüber geben. Im Laufe des Sonntags lässt der Sturm in der Nordosthälfte dann nach", erklärte unser Meteorologe Rainer Buchhop.

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Und am Montag? Sturm oder Stürmchen?

Möglicherweise gibt es am Montag den nächsten Sturm, zumindest kommt das nächste Tief und das beschert uns erneut nasskaltes Wetter und schon wieder stürmischen Wind. Unser Meterologe Carlo Pfaff dazu: "Verbreitet sind Schneeschauer im Tagesverlauf bis ins Flachland möglich." Dazu liegen die Temperaturen bei 0 bis 6 Grad. "Das könnte ein recht giftiges Tief werden. Doch das ist jetzt noch etwas weit weg, es ist für Montag vieles möglich. Es könnte der schwerste der drei Stürme werden, es könnte aber auch nur ein Lüftchen werden."

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(osc mit dpa)