Orkan und Sturmflut

Sturmtief NADIA bringt Höhepunkt mit Orkanböen bis 150 km/h

29. Januar 2022 - 15:22 Uhr

von Karim Belbachir und Carlo Pfaff

Es sind turbulente Zeiten bei unserem Wetter. Nach Sturmtief MARIE erreicht uns am Wochenende bereits der nächste Sturm. Tief NADIA nämlich, das nochmals heftigere Böen bringen wird und abermals die Sturmflutgefahr an der Küste erhöht. RTL-Meteorologe Carlo Pfaff zu den aktuellen Aussichten.

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Wie schlimm wird der Sturm?

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© imago images/NurPhoto, Beata Zawrzel via www.imago-images.de, www.imago-images.de

"Das kräftige Sturmtief NADIA zieht am Wochenende über Skandinavien hinweg ostwärts", so Carlo Pfaff. Den Höhepunkt sieht der Meteorologe bei uns in Deutschland in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Dann drohen Orkanböen an der See und auf den Bergen sowie Sturmböen bis runter ins Flachland.

Wo gibt es die heftigsten Böen?

Die maximalen Windgeschwindigkeiten für Samstag, 29.01.2022: Sturm im ganzen Land
Die maximalen Windböen liegen am Samstag noch höher als am Donnerstag. Orkanböen drohen auch im Nordosten.
© wetter.de

Die Orkanböen, also Windspitzen von um die 120 km/h und mehr, erwartet Pfaff unter anderem an der See. Die stärksten Böen sieht er vor allem an der Ostsee auf Rügen. So sei die Wetterstation dort zwar sehr exponiert, so dass die Windstöße sowieso schon aus den anderen Messung hervorstechen. Dennoch verweist er auf die Wettercomputer, die "am Leuchtturm auf Hiddensee bis Tempo 140 in den Prognosen haben". Aber auch die übrigen Küstenregionen bekommen von Nord- und Ostsee her Spitzenwindgeschwindigkeiten von über 100 bis 130 km/h.

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An der Nordsee und der Elbe sieht der Meteorologe die Vorhersagen "für eine Sturmflut mit 1,50 bis 2 Meter über normal". Aber erst ab 2,50 Meter wäre es schwere Sturmflut. Auch die Ostseeküste muss sich erneut auf teils deutlich erhöhte Wasserstände einstellen. Gleichzeitig verweist Pfaff darauf, dass das Sturmzentrum im Flach- und Binnenland tendenziell nordöstlich der Elbe liegt, wo der Wind ebenfalls Sturmstärke mit 80 bis 100 km/h erreichen kann.

Wie stark wütet NADIA auf den Bergen?

Carlo Paff: "Im Oberharz auf dem Brocken sind die höchsten Windspitzen zu erwarten. Die liegen im Bereich von 130 bis 150 km/h. Auf dem Fichtelberg und am Großer Arber (Bayerischer Wald) werden die Böen bis um die 120 km/h erreichen." Entwarnung gibt der Wetterexperte hingegen für den Südwesten, wo der Sturm weniger bissig werden dürfte.

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(kfb)