Besinnliches Flair statt Après-Ski

Studie: Weihnachtsmärkte auch in der Corona-Pandemie "gut vertretbar"

Werden Weihnachtsmärkte in Deutschland 2020 trotz Corona-Krise stattfinden?
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22. September 2020 - 19:55 Uhr

Deutscher Schaustellerbund stellt Machbarkeitsstudie vor

Werden die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr trotz Corona stattfinden? Nach und nach fällen die ersten deutschen Städte ihre Entscheidung darüber – jedoch keine einheitliche. Während der beliebte Weihnachtsmarkt am Kölner Dom bereits Ende August abgesagt wurde, muss in Niedersachsen von Glühwein, Bratwurst und gebrannten Mandeln nicht bloß geträumt werden. Dort dürfen Weihnachtsmärkte stattfinden – unter der Voraussetzung, dass die Infektionszahlen nicht hochschnellen. In einer neuen Machbarkeitsstudie plädiert der Deutsche Schaustellerbund mit Unterstützung des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) nun ebenfalls für die Weihnachtsmarkt-Saison 2020 und legt einige Argumente vor, warum die Märkte "auch in Zeiten der Corona-Pandemie als gut vertretbar einzustufen" seien.

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Weniger Après-Ski, mehr Besinnlichkeit

Der Deutsche Schaustellerbund glaubt an die Machbarkeit der Weihnachtsmärkte, auch im Corona-Winter 2020. In seiner Studie stellte der Bund die Bedingungen vor, in denen die winterlichen Volksfeste auch während der Pandemie als unbedenklich einzustufen seien. Wichtig seien vor allem Märkte mit ruhiger Atmosphäre und familienorientiertem Angebot. Gegenzusteuern sei hingegen bei eher auf jüngeres Publikum ausgelegten Märkten mit "Après-Ski-Ambiente und Partyatmosphäre", teilte der Verband in Berlin mit.

Verteilung der Stände in der gesamten Stadt

Zudem brauche es "durchdachte und erprobte Schutz- und Hygienekonzepte", heißt es in der Studie. Die Stände sollten über eine größere Fläche in der Stadt verteilt werden, um Menschenmengen zu entzerren. Denkbar seien auch eine Durchmischung des Angebots, damit große Menschenansammlungen vor Ständen mit erhöhter Verweildauer – wie etwa Glühweinbuden – vermieden werden könnten. Auch eine zeitliche Ausdehnung der Märkte helfe, um die Besucherströme zu entzerren. 

Andere Großveranstaltungen und Volksfeste – etwa die  "Nürnberger Sommertage", die von Ende Juli bis Anfang September stattfanden – hätten in den vergangenen Monaten bereits gezeigt, dass Schutz- und Hygienekonzepte in vergleichbaren Fällen funktionieren . 

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