Corona: Allergie und Pollen

Laut einer Studie: Starker Pollenflug kann Corona-Risiko erhöhen

Laut einer Studie gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Pollenflug und steigenden Corona-Infektionszahlen.
Laut einer Studie gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Pollenflug und steigenden Corona-Infektionszahlen.
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12. März 2021 - 11:24 Uhr

Covid-19-Risiko steigt wohl bei Pollenflug

Mit den frühlingshaften Temperaturen im März hat die Pollensaison begonnen, eine Qual für viele Allergiker. Hinzu kommt, dass eine erhöhte Pollenkonzentration laut einer Studie der Uni München wohl auch zu steigenden Corona-Infektionszahlen führen kann. Teilweise stiegen diese um mehr als 20 Prozent, wie Forscher der Technischen Universität München (TUM) bei einer Analyse von Pollendaten von 130 Stationen in 31 Ländern auf fünf Kontinenten ermittelten.

Anlass für die Studie war der Eindruck, dass im Frühjahr vergangenen Jahres der Ausbruch der Corona-Pandemie in der nördlichen Hemisphäre mit den Flugzeiten der Baumpollen zusammengetroffen war. Bei den Untersuchungen fanden die Forscher heraus, dass auch Luftfeuchtigkeit und Lufttemperatur dabei eine Rolle spielten.

Pollenflug schwächt Körperabwehr

Die Forscher erklären dies wie folgt: Wenn Pollen fliegen, reagiert die Körperabwehr in abgeschwächter Form auf Viren der Atemwege, die verantwortlich für Schnupfen und Erkältungen sind. Wenn ein Virus in den Körper gelangt, produzieren infizierte Zellen üblicherweise Signalproteine – auch bei SARS-CoV-2. Doch diese Signale sind geschwächt.

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Staubfiltermasken tragen bei hoher Pollenkonzentration

Masken gegen Corona
Schutzmasken können helfen.
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Laut der Forscher stehen die täglichen Infektionsraten mit der Pollenzahl in Ländern mit und ohne Lockdown in engem Zusammenhang. Die zu den Studienautoren zählende Umweltmedizinerin Claudia Traidl-Hoffmann rät Menschen aus Risikogruppen, in den kommenden Monaten die Pollenflugvorhersagen zu beobachten und Staubfiltermasken zu tragen - also etwa FFP2-Masken.

Das Team zeigte, dass luftgetragene Pollen im Durchschnitt 44 Prozent der Varianz der Infektionsraten erklären können. An Orten ohne Lockdown-Regelungen stieg die Infektionsrate im Schnitt um vier Prozent, wenn sich die Anzahl der Pollen in der Luft um 100 pro Kubikmeter erhöhte. Galten in den untersuchten Gebieten Lockdown-Regeln, halbierte sich die Zahl der Infektionen im Schnitt jedoch bei vergleichbarer Pollenkonzentration in der Luft.

*Studie der TU München

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Symptome bei Heuschnupfen

Heuschnupfen ist eine Überempfindlichkeitsreaktion gegen Pollen (Blütenstaubteilchen) von Bäumen, Sträuchern, Gräsern und Getreide. Wenn die Pollen im Wind fliegen, verbreiten sie sich schnell und können bei Allergikern eine allergische Reaktion verursachen.

Symptome bei Heuschnupfen

  • Rötung, Tränen und Jucken der Augen (Bindehautentzündung)
  • Niesreiz
  • Anschwellen der Nasenschleimhäute, verstopfte Nase, laufende Nase (Fließschnupfen)
  • Hautreaktionen
  • Kratzen im Hals
  • Gelegentlich Husten,
  • Gelegentlich Kopfschmerzen, Schlafstörungen

Quelle: Allergieratgeber.de