Studie: Kleinkinder haben einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn

Eine Gruppe Kleinkinder bei einem DJ-Kurs
Eine Gruppe Kleinkinder bei einem DJ-Kurs
© dpa, Christina Horsten

22. Juni 2015 - 14:34 Uhr

'Fair Play' von Anfang an

Sie sind gerade mal drei Jahre alt, aber verfügen schon über einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Leipziger Max-Planck-Instituts. Wurden einem Spielkameraden Süßigkeiten oder Spielsachen weggenommen, setzten sich die Kinder für den Geschädigten ein.

Die Forscher schließen daraus, dass bereits Kleinkinder dazu in der Lage sind, sich in die Rolle des Opfers zu versetzen. Außerdem fiel auf, dass die Kinder ein größeres Interesse daran haben dem Opfer zu helfen, als den 'Täter' zu bestrafen.

Die Erkenntnisse der Studie spielen auch für die Erziehung eine wichtige Rolle. Experten empfehlen Eltern, den Gerechtigkeitssinn des Kindes zu fördern, indem sie neben Bestrafung vor allem auf wiederherstellende Gerechtigkeit setzen.