Studie in Bayern: Angst vor psychischer Erkrankung gestiegen

Eine Frau steht neben einem Baum. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild
Eine Frau steht neben einem Baum. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild
© deutsche presse agentur

05. Dezember 2021 - 8:30 Uhr

München (dpa) - In der Corona-Pandemie haben mehr Menschen in Bayern Angst vor einer psychischen Erkrankung als zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Mehr als jeder dritte Befragte fürchtet sich demnach vor einer psychischen Erkrankung. Bei einer Umfrage im Jahr 2019 war es nur jeder vierte.

Besonders häufig äußerten jüngere Menschen ihre Furcht vor psychischen Krankheiten. "Ziel muss es sein, Betroffenen und ihren Familien mit niederschwelligen Angeboten und alltagstauglichen Versorgungskonzepten zu helfen", sagte Sophie Schwab, Leiterin der DAK-Landesvertretung Bayern.

70 Prozent der Befragten gaben an, Angst vor einer Krebs-Erkrankung zu haben. Nur jeder Fünfte und jede Fünfte äußerte Sorge wegen Covid-19. Die Umfragedaten stammen vom Oktober, also noch vor dem dramatischen Anstieg der Infektionszahlen. Laut der Umfrage halten neun von zehn der Befragten die Corona-Schutzmaßnahmen ein.

Die Studie ergab nach DAK-Angaben zudem, dass das Bewusstsein für Prävention gestiegen ist: Die Bayern achten aktuell deutlich mehr auf ihre Gesundheit als noch vor zwei Jahren. So treiben 86 Prozent regelmäßig Sport, 2019 waren es 82 Prozent.

Mehr Menschen gaben zudem an, auf gesunde Ernährung zu achten. Besonders auffällig: Während drei von vier Frauen zu Krebs-Vorsorgeuntersuchungen gehen, ist es bei den Männern nur knapp jeder Zweite. "Vorsorgeuntersuchungen sind auch in Pandemie-Zeiten sehr wichtig, um ernsthafte Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und Heilungschancen zu erhöhen", betonte Schwab.

© dpa-infocom, dpa:211205-99-262227/2

Quelle: DPA