Studie des Friedrich-Löffler-Instituts gibt Entwarnung

Offenbar keine Corona-Ansteckung durch Hunde, Katzen oder Nutztiere

Laut einer Studie können Hunde und Katzen  Corona bekommen,.

09. November 2020 - 12:04 Uhr

Nutztiere sind nicht mit SARS-CoV-2 infizierbar

Landwirtschaftliche Nutztiere können sich nicht mit SARS-CoV-2 infizieren und damit auch keine Infektionsgefahr für Menschen darstellen. Zu diesem Schluss kommen aktuelle Studien des Friedrich-Löffler-Instituts. Demzufolge gibt es auch keine Hinweise, dass Hunde oder Katzen bisher Menschen mit dem Virus angesteckt haben.

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Hunde und Katzen können Corona bekommen

Die Studie hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft beim Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), beauftragt. Es geht darum, die Empfänglichkeit von Tieren gegenüber SARS-CoV-2 zu überprüfen.

Laut einer Mitteilung der Bundesministerin Julia Klöckner seien Schweine und Hühner nicht infizierbar. Bei einzelnen Tieren, wie Rindern, könne lediglich eine minimale Virusvermehrung beobachtet werden, die aber nicht an Kontakttiere weitergegen werde. Deshalb gehe keine Gefahr von Nutztieren aus.

Allerdings wurde innerhalb der Studie eine SARS-CoV-2-Infektion bei Katzen, Hunden und gehaltenen Nerzen nachgewiesen und untersucht. Laut Mitteilung Klöckners lägen aber bisher keine Hinweise vor, dass Menschen sich von diesen Tieren angesteckt hätten.

Seit Juni Meldepflicht für Corona-Infektionen bei Haustieren

Im Juni 2020 führte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft deshalb eine Meldepflicht für Corona-Infektionen bei Haustieren ein, um Erkenntnisse über Infektionen und Ausbreitung zu bekommen. Wer also ein infiziertes Tier besitzt, das röchelt oder schnarcht, sollte das den Veterinärbehörden melden. Das FLI beobachtet die Entwicklung im Tierbereich und führt weitere Studien zu SARS-CoV-2 bei Tieren durch.

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