Studie: Das macht uns so süchtig nach Chips

24. April 2018 - 15:59 Uhr

Nur ein paar Chips essen? Geht leider nicht!

Wer kennt es nicht: Einmal in die Chips-Tüte gegriffen – und schon ist die ganze Tüte leer. Einfach nach der Hälfte aufhören, ist gefühlt unmöglich. Warum das so ist, haben Forscher jetzt herausgefunden.

Chips wirken wie Droge auf unser Hirn

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Immer Sommer ist Fußball-Weltmeisterschaft - für viele Fans gehört etwas zum Knabbern zwingend dazu.
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Abends auf der Couch die Lieblingsserie schauen – da gehört eine Tüte Chips bei vielen Menschen automatisch dazu. Das Problem: Nur ein paar Chips zu essen, klappt irgendwie nicht.

Und das ist auch kein Wunder: Wie Forscher der Universität Nürnberg-Erlangen nun herausfanden, werden beim Chipsessen in unserem Gehirn die gleichen Strukturen angesprochen wie bei Drogenkonsum. "Das liegt daran, dass Chips für unser Hirn ein starkes Belohnungssignal darstellen. Und dieses signalisiert: Wir wollen mehr davon haben", erklärt Studienleiter Andreas Hess.

Das richtige Verhältnis macht's

Im Versuch mit Ratten sind die Wissenschaftler auf eine Art Naschformel gestoßen – ein bestimmtes Verhältnis aus Fett und Kohlenhydraten, das Lebensmittel besonders attraktiv macht.

Bei einer Folgestudie mit Menschen fanden sie außerdem heraus: Je höher der sogenannte Body Mass Index (BMI) – also je dicker jemand ist –, desto stärker wird beim Chips-Essen sein Belohnungszentrum im Gehirn aktiviert. Die Lust nach Chips wird also noch größer.

Gemüsechips als gesunde Alternative

Ein reiner Teufelskreis. Welche Tricks Sie anwenden können, um dem zu entgehen und welche gesunden Alternativen es zu klassischen Kartoffelchips gibt, sehen Sie in unseren Videos.