Genesen, aber nicht gesund

Studie: Viele Corona-Patienten leiden noch monatelang an Spätfolgen

14. Januar 2021 - 8:47 Uhr

Fast 80 Prozent der schwer Erkrankten haben Spätfolgen

Laut einer neuen Studie aus China leiden fast 80 Prozent der Corona-Patienten, die im Krankenhaus behandelt werden mussten, auch sechs Monate nach der Erkrankung an Symptomen wie Müdigkeit, Muskelschmerzen oder gar Lungen- und Nierenschäden. Auch Ute M., die bereits im März am Coronavirus erkrankte, machen die Langzeitfolgen immer noch schwer zu schaffen. Wie es ihr heute geht und womit sie noch zu kämpfen hat, erzählt sie im Video.

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Diese Langzeitfolgen zeigen sich bei Patienten

Für die Studie wurden die Daten von 1.700 ehemaligen Patienten eines chinesischen Krankenhauses ausgewertet. 76 Prozent von ihnen klagen über mindestens ein Symptom, unter dem sie noch heute leiden. Am häufigsten sind das der Studie zufolge Müdigkeit und Muskelschwäche (63 Prozent), 26 Prozent der ehemaligen Patienten haben bis heute Schlafstörungen. Gesundheitstests mit den Studienteilnehmern wiesen zudem auf Nerven- und Lungenschäden durch ihre Corona-Erkrankung hin.

Rechnet man auch die nur leicht erkrankten Corona-Patienten ein, haben laut Studien rund ein Drittel der Genesenen mit Langzeitschäden zu kämpfen. Auch bei Patienten mit einem milden Krankheitsverlauf könne eine Corona-Erkrankung etwa zu Langzeitschäden an der Lunge führen oder sich sogar auf das Herz auswirken.

Virologe Professor Dr. Hendrik Streeck kennt solche Langzeitfolgen von anderen Erkrankungen. Welche das sind, erklärt er im Video.

Im Video: Alles, was Sie zum Coronavirus wissen müssen