Studie: 80 Unternehmen arbeiten an Künstlicher Intelligenz

03. Februar 2020 - 15:40 Uhr

Einer Studie zufolge hat Sachsen Potenzial für den Ausbau und die Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI). Rund 80 Unternehmen haben derzeit KI-Angebote in ihrem Portfolio, wie das Fraunhofer-Institut für Entwicklung Adaptiver Systeme IIS/EAS in Dresden am Montag mitteilte. Die Forschungseinrichtung hat für die Studie "Künstliche Intelligenz - Kompetenzen und Innovationspotenzial in Sachsen" beleuchtet, wie Unternehmen und Forschung beim Thema KI aufgestellt sind und welche Hürden es gibt.

Demnach sind die Betriebe vor allem in den Ballungsräumen Dresden, Leipzig und Chemnitz ansässig. Zudem wird an 24 sächsischen Hochschulfakultäten sowie an 23 Forschungseinrichten an KI-Methoden gearbeitet. Als größte Hürde sieht die Studie den Mangel an Fachkräften. Die personellen Ressourcen, um an oder mit KI-Technologien zu forschen, seien an vielen Instituten zu gering, hieß es. Zudem fehlten gemeinsam nutzbare Testfelder und Labore.

"Sachsen hat mit seiner hervorragend aufgestellten Forschungslandschaft und einer leistungsstarken Wirtschaft mit vielen agilen kleinen und mittleren Unternehmen beste Voraussetzungen, um KI-Kompetenzen auf- und auszubauen", erklärte Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow (CDU). KI werde in nahezu allen Lebensbereichen Einzug halten. Dafür bedürfe es allerdings rechtlicher und politischer Weichenstellungen, betonte der Minister.

Quelle: DPA