Zwei Drittel aller Schmuckbesitzer reinigen nie

Studie: 428 mal mehr Bakterien auf Schmuck als auf einem Toilettensitz

Auf Schmuck finden sich mehr Bakterien als auf einem Toilettensitz.
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22. Oktober 2020 - 17:29 Uhr

Tausende Bakterien bei Studie gefunden

Eine Studie aus England enthüllt wirklich ekelige Zahlen: Zwei Drittel der Briten reinigen ihren Schmuck nicht. Das mag im ersten Moment nicht besonders schlimm klingen, doch die Wissenschaftler fanden 428 mal mehr Bakterien als auf einem Toilettensitz. Wir erklären, wie Sie Ihren Schmuck richtig reinigen sollten.

Forscher finden krankheitserregende Bakterien

21.000 Bakterienkulturen fanden Wissenschaftler im Auftrag eines britischen Schmuck-Händlers auf einem Ring, einer Uhr und auf Ohrringen, nachdem die regelmäßig für etwa eine Woche getragen wurden. Darunter auch Staphylokkoken, die für die Herausbildung von Krankenhauskeimen verantwortlich sind, und Diphterie bildende Bakterien, berichtet die britische Zeitung "Metro".

Trauriger Spitzenreiter unter den Testobjekten war der Ring. Auf dem befanden sich besonders viele Bakterien. Zusätzlich fanden die Forscher einen Pilzstamm und Schimmel-Sporen. Auf Platz zwei der höchsten Keimbelastung landete die Uhr, auf der sich eine Vielzahl verschiedener Bakterien nachweisen lies. Auch auf den Ohrringen fanden sich hunderte von Bakterien, die die Wissenschaftler als gesundheitsschädlich einstuften.

So reinigen Sie Ihren Schmuck:

Schmuck sollte regelmäßig gereinigt werden. Dazu reicht ein Gemisch aus einfachen Hausmitteln und ein bisschen Zeit. 

  1. Mischen Sie etwas Spülmittel mit lauwarmem Wasser und legen Sie den Schmuck darin ein.
  2. Bürsten Sie die Schmuckstücke mit einer Zahnbürste gründlich ab.
  3. Danach mit kaltem Wasser abspülen und ordentlich abtrocknen.

Das muss nicht zwingend täglich nach dem Tragen wiederholt werden, sollte aber zur Routine werden.