Unterstützung soll auch im Sommersemester weitergehen

Studenten in Hessen: Fast 43.000 Anträge auf Corona-Hilfe gestellt

Kundgebung hessischer Studierendenvertretungen im Sommer 2020.
Kundgebung hessischer Studierendenvertretungen im Sommer 2020.
© dpa, Arne Dedert, ade nwi

19. April 2021 - 8:47 Uhr

Viele Studenten in Hessen sind auf Corona-Überbrückungshilfe angewiesen

Bei den fünf hessischen Studierendenwerken sind von Juni 2020 bis Januar dieses Jahres 42.844 Anträge auf die Corona- Überbrückungshilfe gestellt worden. Davon wurden rund 70 Prozent bewilligt. Das hat Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Grüne) auf eine Kleine Anfrage der SPD-Fraktion mitgeteilt. Und die Ämter haben noch mehr zu tun: 5.516 Anträge aus dem Februar seien noch nicht alle bearbeitet worden.

"Finanzielle Notlage"? Das entscheidet der Kontostand

Die Leistung richtet sich an Studenten, die in eine finanzielle Notlage geraten sind – zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob. Abhängig vom Kontostand gibt es 100 bis maximal 500 Euro im Monat, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Das bedeutet beispielsweise: Liegen auf dem Konto zwischen 400 und 499,99 Euro, stehen dem Antragsteller in diesem Fall 100 Euro zu. Zeigt der Kontostand unter 100 Euro, schießt das Land 500 Euro, also den Höchstsatz, zu. Per Kontoauszug muss nachgewiesen werden, dass eine Notlage besteht. Nach Angaben des Bundesbildungsministeriums soll die Überbrückungshilfe auch im gesamten Sommersemester gewährt werden.


Quelle: DPA