Stromausfall in München: Twitter bringt Licht ins Dunkel

16. November 2012 - 8:32 Uhr

Bayern-Metropole lahmgelegt – Ursache "zuviel Strom"

Ausgerechnet am frühen Morgen im Berufsverkehr hat ein Stromausfall in weiten Teilen Münchens die Stadt in ein Chaos gestürzt. Betroffen waren ab 7 Uhr fast im gesamten Stadtgebiet neben Haushalten und Büros auch S- und U-Bahn. Mitten im Berufsverkehr steckten Pendler fest. Ampeln fielen aus. Viele Menschen saßen in Aufzügen fest. Nach etwa einer Stunde begann sich die Lage zu normalisieren. "Um 7.35 Uhr waren die meisten Stadtbezirke wieder versorgt, um 8 Uhr hatten alle Haushalte wieder Strom", twitterten die Stadtwerke.

Ausgerechnet am frühen Morgen im Berufsverkehr hat ein Stromausfall in weiten Teilen Münchens die Stadt in ein Chaos gestürzt.
Ein morgendlicher Stromausfall legte die bayrische Landeshauptstadt komplett lahm.

Für viele Münchner war der Online-Kurznachrichtendienst die wichtigste Informationsquelle. Bevor die Stadtwerke sich zu Wort meldeten, informierten die Münchner sich gegenseitig über den Zustand in ihren Stadtteilen.

Zu dem Stromausfall war es nach Angaben der Stadtwerke um Punkt 7 Uhr gekommen. Rund eine Stunde später gab es einen weiteren kleinen Ausfall. Innerhalb kürzester Zeit rückten die Retter zu mehr als 50 Einsätzen aus. Die Feuerwehr sei "kreuz und quer" nahezu überall im Einsatz gewesen. Hauptsächlich ging es darum, Menschen aus steckengebliebenen Aufzügen zu befreien. Außerdem seien durch den Stromausfall Brandmelder angesprungen und hätten Fehlalarme ausgelöst.

Die Ursache des Stromausfalls laut eines Stadtwerke-Sprechers "vermutlich technisches Versagen". Der Defekt ereignete sich an einer Anschlussstelle zum Netz von Eon Bayern. Was genau dort geschehen ist, sei aber noch unklar. "Es wird wahrscheinlich eine Stromspitze gewesen sein", so Geschäftsführer Stephan Schwarz. Dabei sei dann vermutlich zuviel Strom ins Netz geflossen. Grund dafür könne unter anderem ein Kurzschluss sein. Das sei aber bislang nur Spekulation.

Betroffen von dem Ausfall waren vor allem Zehntausende Berufspendler. Die S-Bahn auf der viel befahrenen Stammstrecke zwischen Ostbahnhof und Hackerbrücke stand etwa eine halbe Stunde lang still, viele stiegen auf das Auto um. Auch als der Strom wieder da war, kam es weiter zu Verspätungen.