Letzte Schultage an Gymnasien

Stress mit Abiturienten: Eskalation in Mottowoche vorprogrammiert?

Bier statt Bücher

Jedes Jahr kommt es zu Ausschreitungen von angehenden Abiturienten. In der letzten Woche ihrer Schulzeit verkleiden sich die Schüler häufig während der sogenannten Mottowoche. Dabei gilt oftmals: je höhrer der Alkoholpegel, desto größer die Eskalation. Das ging in den vergangenen Jahren oftmals so weit, dass die Polizei eingreifen musste. In Köln kam es sogar zu regelrechten Abi-Schlachten zwischen den Abschlussjahrgängen verschiedener Gymnasien.

Polizisten fahren verstärkt Streife

Unter anderem in Nordrhein-Westfalen fängt die Mottowoche diesen Montag an. Die Polizei Köln hat bereits angekündigt, an „relevanten“ Schulen verstärkt Streife zu fahren. Das sei allerdings eine reine Vorsichtsmaßnahme. Es gebe keine Hinweise darauf, dass eine Abi-Feier eskalieren könnte.

Während der "Mottowoche" 2016 kam es zu Gewalt mit Schwerverletzten in Köln. Damals waren rivalisierende Gruppen aus verschiedenen Gymnasien aufeinander losgegangen.

„Abklingeln“ in Magdeburg

Abiturienten in Magdeburg
Abiturienten feiern im Stadtpark in Magdeburg beim Abklingeln im Jahr 2017
DNF

Im Magdeburger Stadtpark feierten bereits insgesamt 1.200 Abiturienten ihren letzten Schultag. Dieses Jahr setzte die Polizei hier auch auf Kontrollstellen am Eingang des Parks, um Eskalationen zu verhindern. Trotzdem kam es zu mehreren Körperverletzungen, Diebstählen und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Ein Augenzeuge beschrieb das „Abklingeln“, wie die Schüler selbst die Feier zum Abschluss der Schulzeit nennen, als „größten Sauf-Treff der Stadt“. Was die Polizei dazu sagt, sehen Sie im Video oben.

Abiturienten mit falschen Waffen

In Oer-Erkenschwick ging ein Videodreh von Abiturienten gründlich daneben, denn die Jugendlichen hatten Waffenatrappen dabei. Anwohner meldeten der Polizei, dass eine Person mit einer Waffe in der Nähe eines Kindergartens und einer Schule gesehen wurde. Die Polizei traf etwa zehn Jugendliche an, die mit Handfeuerwaffen- und Sturmgewehrattrappen posierten.

Die Spielzeugwaffen mussten die Jugendlichen abgeben und gegen einen 17-jährigen wurde eine Anzeige erstattet, denn auch das Tragen von Nachahmungen kann ein Verstoß gegen geltende Waffengesetze sein.