Streit um Laufzeit für Zwischenlager Biblis

14. Februar 2016 - 22:28 Uhr

Die Laufzeit des atomaren Zwischenlagers am Kernkraftwerk Biblis sorgt für Wirbel. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat eine vom Landkreis Bergstraße ausgesprochene Befristung kassiert, Landrat Matthias Wilkes (CDU) wehrt sich dagegen. Das hessische Umweltministerium und der Atomkraftwerk-Betreiber RWE hingegen bewerteten die Entscheidung des Regierungspräsidiums als richtig.

Atomrechtlich darf das Zwischenlager, in dem Castor-Behälter mit abgebrannten Brennelementen untergebracht sind, bis zum Jahr 2046 bestehenbleiben. Wie nach dem Atomausstieg mit dem Kraftwerk Biblis umgegangen wird, ob es auf Jahrzehnte versiegelt oder relativ schnell zurückgebaut wird, ist laut RWE noch offen. Entscheidungen sollen in den nächsten Monaten fallen.