Weil sie einen Burkini trug: Muslimin soll Pool-Reinigung zahlen

ARCHIV - Eine muslimische Schülerin sitzt am 23.06.2009 in einem Ganzkörper-Badeanzug (Burkini) am Rande eines Schwimmbeckens. Zwei muslimische Eltern aus Basel wehren sich vor dem Europäischen Menschenrechtsgerichtshof dagegen, ihre Töchter zum gemi
Verbietet der Koran Schwimmunterricht
tm_dha rho frk skm FDT, dpa, Rolf Haid

Ferienhaus-Vermieter bittet zur Kasse

In Frankreich hat der Besitzer eines Ferienhauses einer Frau eine Rechnung gestellt, weil sie in einem Burkini – einem Ganzkörperbadeanzug - in den Pool gesprungen war. Ihre Familie hatte das dazugehörige Ferienhaus in La Ciotat in Südfrankreich gemietet. Um den Pool zu reinigen, ließ der Mann das Wasser ab und befüllte ihn wieder neu – die Kaution in Höhe von rund 500 Euro behielt er daraufhin ein. So berichtet es das Kollektiv gegen Islamfeindlichkeit in Frankreich (CCIF) auf seiner Internetseite.

Streit um Burkini-Verbot in Frankreich

Vergangenen Sommer hatten einige Gemeinden an der Côte d'Azur das Tragen der Ganzkörperanzüge an öffentlichen Stränden untersagt. Das höchste französische Verwaltungsgericht stoppte das Verbot dann aber Ende August 2016 in einer Gemeinde. Es stelle eine ernsthafte und illegale Verletzung von Grundfreiheiten dar, hieß es in der Begründung des Staatsrates. Danach waren auch Burkini-Verbote in anderen Gemeinden gefallen, unter anderem in Cannes.

Burkinis bedecken bis auf Gesicht, Hände und Füße alle Körperteile. Kritiker in Frankreich halten das Kleidungsstück für ein politisches Symbol und verurteilen es als Provokation.

Dieser Inhalt kann nicht angezeigt werden

Es tut uns leid,
bitte versuchen Sie es später noch einmal.