Streit nach Mega-Sperre vor dem Karriereende?

Der Fußballverband Niederrhein hat Albert Streit für vier Monate aus dem Verkehr gezogen.
Der Fußballverband Niederrhein hat Albert Streit für vier Monate aus dem Verkehr gezogen.
© Bongarts/Getty Images, Bongarts

04. April 2013 - 8:55 Uhr

Für Albert Streit kommt es knüppeldick: Der ehemalige Bundesliga-Profi mit Hang zum Enfant terrible steht angesichts einer monatelangen Sperre möglicherweise vor dem Ende seiner Karriere. Laut einem Bericht des 'Express' wurde der 32-jährige Mittelfeldspieler von Viktoria Köln vom Fußballverband Niederrhein wegen einer Tätlichkeit für vier Monate gesperrt.

Streit hatte vor drei Wochen in der Halbzeitpause des Regionalliga-Spiels bei der 2. Mannschaft des VfL Bochum (0:4) die Rote Karte gesehen, weil er Gegenspieler Fabian Götze - Bruder von Nationalspieler Mario Götze - im Spielertunnel tätlich angegriffen haben soll. Streit wurde daraufhin vorläufig suspendiert. Infolgedessen kamen Spekulationen um das Karriereende des ehemaligen Schalkers auf.

Götze sagte zwar aus, er habe nicht gesehen, von wem der Schlag gekommen sei. Doch das Schiedsrichter-Gespann belastete einhellig Streit. "Albert wurde überhaupt nicht geglaubt. Wir halten das Strafmaß, ihn für vier Monate zu sperren, für überzogen", klagte Viktoria-Sportchef Ingo Haselbach. Viktoria-Trainer Ralf Außem hatte die Situation unmittelbar nach der Partie jedoch anders gesehen: "Der Schiedsrichter hat die richtige Entscheidung getroffen. Albert hat sich zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen und der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen." Nach der dreistündigen Verhandlung soll Streit um ein Gespräch mit dem Viktoria-Vorstand gebeten haben.

Für Streit, der in der Bundesliga für Eintracht Frankfurt, den VfL Wolfsburg, den 1. FC Köln, Schalke 04 und den Hamburger SV gespielt hatte, war es es bereits der 4. Platzverweis in der laufenden Saison. In der Hinrunde sah er in Diensten seines Ex-Clubs Alemannia Aachen in der 3. Liga zweimal die Gelb-Rote Karte. Nach seinem Wechsel zu Viktoria wurde er im Februar erneut mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen.